Spritrabatt floppt: Warum Autofahrer kaum von der Steuerermäßigung profitieren
Charlotte JägerSpritrabatt floppt: Warum Autofahrer kaum von der Steuerermäßigung profitieren
Deutschlands Spritrabatt scheitert an der Tankstelle – Verbraucher profitieren kaum
Die seit dem 1. Mai geltende staatliche Spritpreissenkung hat den Autofahrern nicht die versprochenen Ersparnisse gebracht. Zwar senkte die Bundesregierung die Steuern um 17 Cent pro Liter, doch die Tankstellen gaben diese Entlastung nur teilweise an die Kunden weiter. Zudem blieb der Effekt auf den Verbrauch wegen anhaltender Lieferengpässe gering.
Eigentlich sollte die Steuerermäßigung die Kosten für Autofahrer verringern – doch an den Zapfsäulen sank der Preis für Superbenzin im Schnitt nur um 12 Cent pro Liter. Bei Diesel war der Rückgang mit lediglich 4 Cent noch geringer, obwohl auch hier die Steuer um 17 Cent gesenkt wurde. Experten führen dies auf Deutschlands starke Abhängigkeit von importierten Kraftstoffen zurück, die den Spielraum für Preissenkungen begrenzt.
Auch beim Sparen von Sprit zeigte der Rabatt kaum Wirkung. Aufgrund von Lieferengpässen kaufen Verbraucher nicht spürbar weniger Benzin oder Diesel – selbst bei den vorübergehend gesunkenen Preisen. Vor allem einkommensstärkere Haushalte, die ohnehin mehr für Sprit ausgeben, profitieren von den begrenzten Ersparnissen.
Bisher verfehlt die Maßnahme ihre Ziele: Die Preise an den Tankstellen bleiben höher als erwartet, und der Verbrauch sinkt nicht wie geplant. Solange die Versorgungsprobleme anhalten, könnte der staatliche Spritrabatt auch weiterhin nur ungleich verteilt wirken.






