21 March 2026, 00:08

SPD in Rheinland-Pfalz: Schweitzer lässt große Koalition plötzlich zu – trotz CDU-Führung in Umfragen

Eine Deutschlandkarte mit in rot und blau hervorgehobenen Bundesländern, die die Ergebnisse der Wahl von 2016 anzeigen, einschließlich der Namen der Kandidaten und weiterer Einzelheiten zum Wahltermin.

Schweitzer: SPD soll lenken, nicht nur mitfahren - SPD in Rheinland-Pfalz: Schweitzer lässt große Koalition plötzlich zu – trotz CDU-Führung in Umfragen

Der Wahlkampf zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz hat sich zugespitzt: SPD-Spitzenkandidat Alexander Schweitzer schließt eine große Koalition nicht mehr kategorisch aus. Seine Partei regiert seit über drei Jahrzehnten in Mainz, doch Umfragen sehen nun die CDU knapp in Führung. Trotz des engen Rennens gibt sich Schweitzer siegessicher und betont, seine Erfahrung mache den Unterschied.

Schweitzer hatte wiederholt eine Beteiligung an einer CDU-geführten Regierung ausgeschlossen, falls die Union die Wahl gewinnt. In jüngsten Stellungnahmen ließ er jedoch Spielraum für eine Koalition – und verglich Führung mit dem Steuern eines Lastkahns: Lieber am Steuer sitzen als nur mitzufahren. Sein Wahlkampf setzt auf seine lange Regierungsbilanz und stellt die Abstimmung als Entscheidung zwischen Kontinuität und Unsicherheit dar.

Beim Abschlusswahlkampf der SPD in Landau erhielt Schweitzer Rückendeckung von den früheren Ministerpräsidenten Malu Dreyer, Kurt Beck und Rudolf Scharping. Die Sozialdemokraten dominieren die Landespolitik seit 20 Jahren: Seit 2006 errangen sie stets relative oder absolute Mehrheiten. Selbst als die CDU bundesweit an Boden gewann, hielt die SPD in Rheinland-Pfalz stand – anders als in Nordrhein-Westfalen oder Baden-Württemberg.

Die jüngsten Umfragen zeigen die CDU jedoch mit knappem Vorsprung. Die seit 1991 ununterbrochene SPD-Herrschaft steht damit vor ihrer bisher größten Herausforderung. Schweitzer inszeniert die Wahl als Richtungsentscheid für die Zukunft des Landes und wirbt in unsicheren Zeiten für seine Führung.

Das Rennen bleibt bis zuletzt offen, beide großen Parteien liegen Kopf an Kopf. Sollte keine Seite eine klare Mehrheit erreichen, könnte eine große Koalition die einzige Option sein. Schweitzers Haltung lässt Verhandlungsspielraum – doch eine künftige Regierung, so seine klare Ansage, müsse die SPD anführen.

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