HessenForst erhöht Holzeinschlag um 5 Prozent – Klimawandel zwingt zum Umdenken
Nico KellerMehr Holz geerntet im Jahr 2025 in deutschen Staatswäldern - HessenForst erhöht Holzeinschlag um 5 Prozent – Klimawandel zwingt zum Umdenken
HessenForst meldet Anstieg der Holzeinschläge in Hessens Staatswäldern
Die Holzeinschläge in den hessischen Landesforsten sind laut HessenForst deutlich gestiegen. Die Zunahme ist Teil einer Anpassung der Forstwirtschaft an Dürreschäden und den Klimawandel. Aktuelle Zahlen zeigen eine Verschiebung der Einschlagpraktiken: Während der Hartholzeinschlag steigt, geht der Weichholzeinschlag zurück.
Im Jahr 2025 erhöhte sich der Holzeinschlag in Hessen um 5 Prozent auf rund 1,49 Millionen Kubikmeter. Zwischen Oktober 2025 und Februar 2026 stieg die Menge um weitere 6 Prozent – in diesem Zeitraum wurden insgesamt 725.000 Kubikmeter Holz geschlagen. Besonders stark legte der Hartholzeinschlag mit einem Plus von 28 Prozent zu, während der Weichholzeinschlag um 6 Prozent zurückging.
Hintergrund der Veränderungen ist die Aufhebung eines temporären Fällverbots für bestimmte Buchenbestände im Jahr 2024. Dieses Verbot galt seit 2020, um neue Bewirtschaftungsstrategien zu entwickeln. Nun werden gezielt Buchen entfernt, um mehr Licht auf trockenheitsresistente Arten wie Eiche und Ahorn fallen zu lassen.
HessenForst hat zudem die Winterholzung angepasst, um den Boden vor Schäden zu schützen und gleichzeitig die Holzversorgung aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig werden die verzögerten Folgen früherer Hitzewellen und Dürreperioden immer deutlicher: Geschädigte Bäume müssen aus Sicherheitsgründen gefällt werden, um die Stabilität des Waldgefüges zu erhalten.
Der insgesamt gestiegene Holzeinschlag ist Teil umfassender Maßnahmen, die Wälder in stabilere, gemischte Ökosysteme umzuwandeln. Diese Anpassungen sollen die Widerstandsfähigkeit gegen künftige Klimaherausforderungen stärken.
Die aktuellen Zahlen spiegeln einen strategischen Wandel im hessischen Waldmanagement wider: Mehr Hartholz wird eingeschlagen, um die klimagerechte Aufforstung zu fördern. Gleichzeitig dienen laufende Durchforstungen dazu, die langfristigen Dürrefolgen zu bewältigen und so sicherere, nachhaltigere Wälder zu schaffen.






