Sixt warnt: Neue EU-Regeln könnten Mietwagen drastisch verteuern
Ein neues EU-Regelwerk könnte die Preise für Mietwagen in die Höhe treiben – das warnt zumindest der Autovermieter Sixt. Das Unternehmen gibt an, dass strengere Emissionsvorschriften die Kosten auf die Kunden abwälzen werden. Die Verhandlungen zwischen dem Europäischen Parlament und dem Rat der EU laufen noch.
Die geplanten Regeln sind Teil des Automobil-Pakets, das die Europäische Kommission Ende 2025 vorgelegt hat. Ziel ist es, den Anteil von Fahrzeugen mit niedrigen oder keinen Emissionen in gewerblichen Flotten zu erhöhen. Allein Deutschland könnten dabei Quoten von 83 Prozent bis 2030 und 95 Prozent bis 2035 drohen.
Sixt-Chef Konstantin Sixt bezeichnete die Pläne als "Hintertür-Verbot für Verbrennungsmotoren". Er argumentiert, dass höhere Fahrzeugkosten unweigerlich zu teureren Mietpreisen führen würden. Das Unternehmen äußerte zudem Bedenken wegen der wachsenden Abhängigkeit Europas von chinesischen Batterielieferanten.
Nähere Angaben zu den genauen Quoten oder möglichen Anpassungen seitens der Bundesregierung oder des EU-Parlaments stehen noch aus. Zwar wurde das Paket im Dezember 2025 verabschiedet, konkrete Zielvorgaben müssen jedoch noch finalisiert werden.
Die Regelung wird noch diskutiert, doch Sixt rechnet bereits mit finanziellen und logistischen Hürden. Kunden könnten mit steigenden Mietgebühren konfrontiert werden, sobald die Flotten auf umweltfreundlichere Fahrzeuge umgestellt werden. Das endgültige Ergebnis hängt von den Beschlüssen ab, die die EU-Abgeordneten noch fassen werden.






