Sachsen erhöht Beamtengehälter: Bis zu 5,8 Prozent mehr in drei Stufen
Charlotte JägerSachsen erhöht Beamtengehälter: Bis zu 5,8 Prozent mehr in drei Stufen
Beamte in Sachsen erhalten Gehaltserhöhung nach Zustimmung der Landesregierung
Die Angestellten im öffentlichen Dienst Sachsens können sich über eine Gehaltserhöhung freuen, nachdem die regierende Koalition des Bundeslandes beschlossen hat, die jüngste Tarifvereinbarung für den öffentlichen Sektor zu übernehmen. Die von CDU und SPD getragene Entscheidung folgt ähnlichen Schritten anderer deutscher Bundesländer, die Gehälter und Pensionen an die aktuellen Tarifabschlüsse anpassen.
Die Erhöhung wird schrittweise über die nächsten zwei Jahre umgesetzt. Zum 1. April 2026 steigen die Gehälter um 2,8 Prozent, wobei eine Mindesterhöhung von 100 Euro garantiert wird. Ein weiterer Anstieg um 2,0 Prozent folgt am 1. März 2027, bevor zum 1. Januar 2028 eine letzte Erhöhung um 1,0 Prozent in Kraft tritt.
Jan Löffler, haushaltspolitischer Sprecher der CDU, bezeichnete die Einigung als ein "ausgewogenes Ergebnis". Die Anwendung des Tarifabschlusses auf Beamte sei "eine Frage der Gerechtigkeit", so Löffler. Henning Homann, Fraktionsvorsitzender der SPD, pflichtete ihm bei und betonte, die Maßnahme diene der Wertschätzung der Beschäftigten im öffentlichen Dienst.
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) begrüßte die Ankündigung der Koalition. Ralf Hron, stellvertretender Vorsitzender des DGB Sachsen, hob die zentrale Rolle der Beamten für die Aufrechterhaltung von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie hervor. Sachsen schließt sich damit Mecklenburg-Vorpommern, dem Saarland, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein an, die den Tarifabschluss ebenfalls auf ihre Beamten übertragen haben.
Die gestaffelten Gehaltserhöhungen bringen die Bezüge der sächsischen Beamten in Einklang mit den aktuellen Tarifvereinbarungen des öffentlichen Dienstes. Die Entscheidung spiegelt einen bundesweiten Trend wider, bei dem die Länder die Löhne an die Tarifverträge anpassen, um für Beschäftigte im öffentlichen Sektor eine einheitliche Regelung zu gewährleisten.






