Sachsen-Anhalt sagt Public Viewing zur WM 2026 ab – warum es keine Fanmeilen gibt
Nico KellerKeine Fanmeilen geplant für die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 in Sachsen-Anhalt - Sachsen-Anhalt sagt Public Viewing zur WM 2026 ab – warum es keine Fanmeilen gibt
Sachsen-Anhalt verzichtet auf Großveranstaltungen zur Fußball-WM 2026
In Sachsen-Anhalt wird es während der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 keine groß angelegten Public-Viewing-Veranstaltungen geben. Die zehn größten Städte des Bundeslandes – darunter Magdeburg und Halle – planen weder offizielle Fanmeilen noch große Übertragungen auf Leinwänden. Stattdessen könnten kleinere Lokale wie Bars und Restaurants Spiele in Außenbereichen zeigen.
Betroffen von der Entscheidung sind unter anderem Dessau-Roßlau, Weißenfels, Halberstadt und Merseburg, wo keine öffentlichen Übertragungen vorgesehen sind. Selbst in der Landeshauptstadt Magdeburg wird es keine offiziellen Fanmeilen geben. Einige Gastronomiebetriebe wollen jedoch Partien in Biergärten oder auf Terrassen übertragen.
Auch Halle, die zweitgrößte Stadt des Landes, hat Public-Viewing-Veranstaltungen ausgeschlossen. Lediglich ein Restaurantbetreiber hat dort nach Lockerungen der Regeln für Außenübertragungen gefragt. Private Veranstalter in der Region zeigen zwar Interesse, haben aber noch keine offiziellen Anträge gestellt.
Die Bundesregierung arbeitet derweil an einer vorübergehenden Lärmschutzverordnung, um Übertragungen bis in die späten Abend- und Nachtstunden zu ermöglichen – viele Spiele beginnen erst am späten Abend oder nachts. Die letzte große Public-Viewing-Veranstaltung in Deutschland zu einer WM im Ausland fand 2016 im Münchner Olympiapark statt. Seither gab es organisierte Fanfeste nur noch bei Turnieren, die in Deutschland ausgetragen wurden.
Die WM 2026 findet vom 11. Juni bis zum 19. Juli in den USA, Kanada und Mexiko statt. Ohne offizielle Fanmeilen werden die Zuschauer in Sachsen-Anhalt auf kleinere Lokale oder private Zusammenkünfte angewiesen sein. Die vorübergehende Lockerung der Lärmvorschriften könnte Gastronomiebetrieben helfen, ihre Übertragungen länger in den Abend hinein anzubieten.