12 June 2026, 22:05

"Sabotage" im LOT-Theater: Wie Manipulation unseren freien Willen bedroht

"Eine Hierarchie der Manipulation"

"Sabotage" im LOT-Theater: Wie Manipulation unseren freien Willen bedroht

„Sabotage“: Eine neue Performance im ehemaligen LOT-Theater Braunschweig

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Im Rahmen des „Hammer!“-Festivals kommt im ehemaligen LOT-Theater in Braunschweig die neue Performance „Sabotage“ zur Aufführung. Das Stück, entwickelt von Sara Angius und Johanna Ehlert, setzt sich mit den Themen Manipulation und freier Wille auseinander. Inspiriert von Platons „Höhlengleichnis“ greift es dabei auf alltagsnahe Beispiele wie das „Like“-System im Internet zurück, um seine Thesen zu veranschaulichen.

Für Sara Angius ist Manipulation eine allgegenwärtige Kraft im menschlichen Leben. Sie argumentiert, dass Menschen nur selten wirklich freie Entscheidungen treffen – stets ziehe jemand im Hintergrund die Fäden. Auch die Inszenierung selbst spiegelt dies wider: Die Schauspieler:innen nutzen Schnüre und Seilzüge, um Objekte und einander auf der Bühne zu steuern.

An einer Stelle wird das Publikum kurz aufgefordert, die „Fäden zu durchtrennen“ und über die eigene Rolle in diesen Systemen nachzudenken. Das LOT-Theater, in dem das Stück gezeigt wird, hat für unabhängige Künstler:innen in der Stadt eine besondere Bedeutung, da städtische Fördergelder sowohl Proben- als auch Aufführungsräume vorsehen.

Mit „Sabotage“ wollen Angius und Ehlert zeigen, wie Manipulation unser Verhalten prägt. Durch nachvollziehbare Beispiele soll das Publikum sensibilisiert werden für diese oft unsichtbaren Einflüsse. Die Performance ist Teil des „Hammer!“-Festivals und fordert die Zuschauer:innen heraus, ihre eigene Autonomie zu hinterfragen. Gleichzeitig unterstreicht sie die Wichtigkeit von Spielstätten wie dem LOT-Theater für Künstler:innen, die auf kommunale Unterstützung angewiesen sind. Am Ende bleibt beim Publikum eine klare Botschaft zurück: Kontrolle ist allgegenwärtig.

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