13 June 2026, 00:06

"Berlin ist Kultur" kämpft mit Aktionswoche um mehr Förderung vor der Wahl

Welchen Weg für die Kultur?

"Berlin ist Kultur" kämpft mit Aktionswoche um mehr Förderung vor der Wahl

„Berlin ist Kultur“-Initiative startet Aktionswoche für mehr Kulturförderung im Wahlkampf

Die Initiative „Berlin ist Kultur“ hat eine Aktionswoche gestartet, um die kulturelle Förderung ins Zentrum des Berliner Wahlkampfs zu rücken. Prominente Vertreter aus Politik und Kunst versammelten sich, um auf die Dringlichkeit verlässlicher Unterstützung für den Sektor aufmerksam zu machen. Die Veranstaltung markiert den Auftakt einer breiter angelegten Kampagne, um vor der Wahl Einfluss auf die Politik zu nehmen.

Bei der Eröffnungsveranstaltung trafen Katharina Marg von der Linken sowie Ronja Losert und Bertram von Boxberg von den Grünen zusammen. Mit dem Slogan „#deineStimmefürKultur“ will die Initiative die Wahldebatte prägen – das Motto wird in den kommenden Wochen an Kulturstätten in der Stadt zu sehen sein.

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Die Gruppe hat die „Berliner Erklärung“ verfasst, in der sie fordert, mindestens drei Prozent des Landeshaushalts für Kultur bereitzustellen. Zudem verlangt sie stabile Finanzierungsstrukturen, um weitere Kürzungen zu verhindern. Kultureinrichtungen und Verbände haben für die Kandidat:innen „Wahl-Lackmustests“ vorbereitet, darunter Fragen zur Stabilisierung und zum Ausbau der künstlerischen Bildung.

Mehrere Redner:innen schilderten persönliche und berufliche Sorgen. Oliver Reese, Intendant des Berliner Ensembles, kritisierte jüngste Kürzungen als kurzsichtig. Gabi Dan Droste, Leiterin des FELD Theaters, verglich die aktuelle finanzielle Belastung mit dem Mythos von Ikarus, der der Sonne zu nah kam. Tom Streidel, Tischler am Maxim-Gorki-Theater, warnte, dass bereits ab Januar 2027 Mietzahlungen an die Opernstiftung fällig werden könnten – eine Bedrohung für den Spielbetrieb. Reese sprach zudem über die mögliche Schließung des Atelierhauses in der Wilsnacker Straße aufgrund gekürzter Mittel. Er erinnerte an seine prägende Erfahrung mit 14 Jahren in einem Theater in Paderborn und betonte, wie nachhaltig der Zugang zu Kultur wirke.

Mit konkreten Forderungen und sichtbarer Kampagnenarbeit will die Initiative sicherstellen, dass Kultur für die nächste Berliner Regierung Priorität behält. Die Organisator:innen hoffen, von den Kandidat:innen verbindliche Zusagen zu Förderung und Politik zu erhalten. Der Vorstoß kommt zu einer Zeit, in der viele im Kulturbereich mit wachsender finanzieller Unsicherheit kämpfen.

Quelle