Revolution im Bauwesen: Carbonbeton soll Stahlbeton ersetzen und Ressourcen sparen
Charlotte JägerRevolution im Bauwesen: Carbonbeton soll Stahlbeton ersetzen und Ressourcen sparen
Ein neues Projekt soll karbonbewehrten Beton in den Bauhauptstrom bringen. Die Technologie verspricht leichtere, stabilere und ressourcenschonendere Gebäude als herkömmlicher stahlbewehrter Beton. Offiziell gestartet wurde die Initiative im CUBE-Gebäude der TU Dresden – mit einer Förderung von 14 Millionen Euro durch den Bund.
Das Vorhaben knüpft an frühere Forschungsarbeiten an, darunter der Carbon Concrete CUBE in Dresden. Nun geht es darum, die Produktion hochzufahren. In den nächsten vier Jahren entsteht in Leipzig eine Pilotanlage.
Federführend ist das Leipziger Unternehmen Kahnt & Tietze GmbH, das mit Partnern wie der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK) und der TU Dresden zusammenarbeitet. Das Ziel ist klar: karbonbewehrten Beton von der Testphase in die industrielle Großserienfertigung überführen. Bis 2029 will das Team die Technologie so weit ausreifen lassen, dass sie flächendeckend eingesetzt werden kann.
Kohlenstoffbewehrter Beton verbraucht deutlich weniger Ressourcen – bis zu 80 Prozent weniger als herkömmliche Methoden. Zudem ermöglicht er schlankere und langlebigere Konstruktionen. Das könnte die Art und Weise revolutionieren, wie Brücken, Gebäude und Infrastruktur künftig geplant werden.
Das Projekt läuft bis Ende 2029, dann soll die Pilotanlage in Leipzig voll funktionsfähig sein. Bei Erfolg könnte die Technologie den Materialverbrauch und Energiebedarf im Bauwesen deutlich senken. Langfristig könnte der Wandel zu nachhaltigeren und haltbareren Gebäuden in ganz Deutschland beitragen.






