Reul greift Fußballvereine wegen lascher Aufarbeitung von Stadiongewalt an
Charlotte JägerReul greift Fußballvereine wegen lascher Aufarbeitung von Stadiongewalt an
Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul hat Fußballvereine wegen ihres Umgangs mit Stadionrowdys scharf kritisiert. Er bezeichnet Verzögerungen bei der Aufarbeitung solcher Vorfälle als inakzeptabel und fordert dringendes Handeln.
Reul ist überzeugt, dass die Vereine die volle Verantwortung tragen müssen, Täter schnell zu identifizieren und zur Anzeige zu bringen. Seiner Meinung nach zögern viele Clubs aus Angst vor Reaktionen ihrer eigenen Ultra-Fans.
Der Minister schlägt ein neues Gesetz vor, das Vereine bei übermäßigen Verzögerungen bestrafen soll. Gleichzeitig lehnt er den Vorschlag ab, dass Clubs privat Polizeikräfte finanzieren – Stadionsecurity sei eine staatliche Aufgabe, betont Reul.
Für ihn ist es unverständlich, dass überhaupt über Kosten diskutiert wird. Öffentliche Sicherheit dürfe nicht an finanziellen Erwägungen scheitern, so der Minister.
Reuls Kritik unterstreicht die Notwendigkeit schnellerer Maßnahmen gegen Gewalt im Stadion. Mit den geplanten Strafen will er die Vereine zu konsequenterem Handeln drängen. Die Debatte über Finanzierung und Verantwortung für die Sicherheit bleibt jedoch weiterhin ungelöst.






