14 March 2026, 16:04

René Springer bleibt AfD-Chef in Brandenburg – mit klarem Machtanspruch für 2029

Eine Menschenmenge steht vor dem Brandenburger Tor in Berlin, Deutschland, mit Fahnen und Schildern, auf denen ein Banner auf der rechten Seite zu sehen ist.

AfD-Landesvorsitzender Springer in Brandenburg bestätigt - René Springer bleibt AfD-Chef in Brandenburg – mit klarem Machtanspruch für 2029

René Springer ist als Landesvorsitzender der Alternative für Deutschland (AfD) in Brandenburg für eine weitere zweijährige Amtszeit wiedergewählt worden. Er erhielt 82,3 Prozent der Stimmen – ein leichtes Plus gegenüber seinem vorherigen Ergebnis von 82,1 Prozent. Springer führt die Partei nun seit vier Jahren in der Region an und strebt bei der nächsten Landtagswahl eine absolute Mehrheit an.

Springer hatte 2022 den AfD-Landesvorsitz in Brandenburg übernommen. Seine Wiederwahl in diesem Monat unterstreicht seine starke Position innerhalb der Partei, da die Mitglieder ihn mit einem noch deutlicherem Vorsprung bestätigten als zuvor.

Die politische Landschaft in Brandenburg hat sich seit der letzten Landtagswahl 2024 verändert. Im Wahlkreis Märkisch-Oderland I/Oder-Spree IV sank der Stimmenanteil des AfD-Direktkandidaten von 28,4 Prozent im Jahr 2019 auf 25,6 Prozent 2024. Die SPD verlor von 32,7 auf 29,7 Prozent, während die CDU einen noch stärkeren Rückgang von 16,2 auf 12,2 Prozent verzeichnete. Neu im Parlament vertreten ist die BSW, die auf Anhieb 16,1 Prozent der Listenstimmen erreichte.

Bis Januar 2026 zerbrach die Koalition von SPD und BSW nach mehreren Austritten. Daraufhin bildete Ministerpräsident Dietmar Woidke eine "Rot-Schwarze" Regierung mit der CDU, die im März 2026 ihr Amt antrat. Die Verantwortlichen wollten damit der Unzufriedenheit der Wähler begegnen und dem wachsenden Einfluss der AfD entgegenwirken, deren starke organisatorische Verankerung sie anerkannten.

Springers Ziel ist nun klar definiert: Bei der Landtagswahl 2029 will er die absolute Mehrheit erringen und Brandenburg allein regieren. Seine Wiederwahl festigt seine Rolle als führende Figur der AfD in der Region. Die Entwicklung der Partei hat in den vergangenen Jahren die lokale Politik geprägt und rivalisierende Lager gezwungen, ihre Strategien anzupassen.