18 March 2026, 06:05

Pharma-Fonds wächst trotz Reformpläne auf 537 Millionen Euro

Blauer Hintergrund mit weißer Schrift und Logo mit der Aufschrift "19 Millionen Amerikaner sparen geschätzt 400 Dollar pro Jahr an Arzneimittelkosten".

Pharma-Fonds wächst trotz Reformpläne auf 537 Millionen Euro

Der Pharmazeutische Dienstleistungsfonds (pDL) verzeichnet im dritten Quartal ein kräftiges finanzielles Wachstum – trotz steigender Kosten. Da die Einnahmen die Ausgaben deutlich überstiegen, verfügt der Fonds nach Abzug der Verwaltungskosten über mehr als 548 Millionen Euro für die Ausschüttung. Fast 9.000 Apotheken reichten in diesem Zeitraum Abrechnungen ein, was auf eine erhöhte Nachfrage nach zentralen Gesundheitsleistungen hindeutet.

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Im dritten Quartal schüttete der pDL 11,3 Millionen Euro an Apotheken aus – ein Plus von 12 Prozent gegenüber dem Vorquartal und ein Anstieg um 55 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dieses Wachstum geht einher mit einer Zunahme der Patientenservices. So wurde die standardisierte Risikobewertung bei Bluthochdruck44.527-mal durchgeführt, was einem Anstieg von 43 Prozent im Jahresvergleich und 13 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal entspricht. Gleichzeitig erhielten 78.949 Patienten, die fünf oder mehr Medikamente einnehmen, eine vertiefte Polypharmazie-Beratung – ein Plus von 69 Prozent gegenüber dem Vorjahr und 21 Prozent im Vergleich zum Vorquartal.

Die Anleitung zur korrekten Inhalatornutzung wurde 91.274 Patienten angeboten, was einem jährlichen Zuwachs von 18 Prozent entspricht, allerdings sank die Zahl im Vergleich zum zweiten Quartal um 16 Prozent. Nach den Ausschüttungen verbleibt ein Restguthaben von 537 Millionen Euro, das die finanzielle Stabilität des Fonds sichert. Unklar bleibt jedoch, wie sich die jüngsten Reformen des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) auf die Nutzung der Not- und Nachtdienstmittel für Inhalator-Schulungen und Polypharmazie-Beratungen auswirken.

Das BMG hat angekündigt, den pDL im Rahmen der anstehenden Apothekenreform aufzulösen, zu der auch Maßnahmen wie das im Dezember 2025 beschlossene Apothekenwirtschaftlichkeitsgesetz (ApoVWG) gehören.

Die aktuellen Zahlen des pDL unterstreichen seine solide finanzielle Lage und die wachsende Nachfrage nach apothekerlichen Dienstleistungen. Mit 537 Millionen Euro verfügbaren Mitteln bleibt der Fonds bis zu seiner geplanten Auflösung im Zuge der BMG-Reform gut aufgestellt, um Apotheken zu unterstützen. Die Zunahme bei Patientenschulungen und Risikobewertungen deutet zudem auf eine stärkere Inanspruchnahme präventiver Gesundheitsangebote hin.

Quelle