Mönchengladbachs CO₂-Bilanz 2024: Warum die Stadt trotz Millioneninvestitionen kaum Fortschritte macht
Nico KellerMönchengladbachs CO₂-Bilanz 2024: Warum die Stadt trotz Millioneninvestitionen kaum Fortschritte macht
Mönchengladbachs aktueller Energiebericht zeigt kaum Fortschritte bei der CO₂-Bilanz für 2024
Trotz laufender Bemühungen zur Steigerung der Energieeffizienz hat sich der CO₂-Fußabdruck der Stadt Mönchengladbach im vergangenen Jahr kaum verändert. Wie aus dem jüngsten Energiebericht hervorgeht, blieben die Emissionen der städtischen Gebäude mit 16.643 Tonnen CO₂-Äquivalenten auf dem Vorjahresniveau. Erfasst wurden dabei über 350 Liegenschaften mit einer Gesamtfläche von rund 750.000 Quadratmetern.
Der Stromverbrauch in den kommunalen Gebäuden lag mit 13,32 Millionen Kilowattstunden nahezu unverändert im Vergleich zum Vorjahr. Schulen erwiesen sich dabei als größte Energiefresser: Sie verbrauchten 49 Prozent des gesamten Stroms und 62,5 Prozent des Erdgases. Der Gasverbrauch blieb mit 50,4 Millionen Kilowattstunden stabil, während der Bedarf an Heizöl von 4,75 auf 6 Millionen Kilowattstunden anstieg.
Eine umfassende Modernisierung der Beleuchtung schlug mit 850.000 Euro zu Buche, wobei die Hälfte der Kosten durch eine Bundesförderung gedeckt wurde. Die Gesamtenergiekosten für die städtischen Immobilien stiegen indes stark an und erreichten 10,7 Millionen Euro – ein Plus von 53 Prozent gegenüber 2023.
Für die Zukunft plant die Stadt weitere Maßnahmen zur Energieeinsparung, darunter die Modernisierung von Heizungsanlagen, die Sanierung älterer Gebäude sowie den Ausbau von Solaranlagen. Unklar ist jedoch noch, welche Schulen zwischen 2026 und 2028 von Sanierungen profitieren werden.
Der Bericht zeigt ein zwiespältiges Bild: Während der Verbrauch von Gas und Strom weitgehend konstant blieb, stieg die Nachfrage nach Heizöl. Zwar sollen künftige Projekte die Emissionen senken, doch konkrete Pläne für die Schulsanierungen stehen noch aus.






