Meppen wird 2027 ans deutsche Wasserstoff-Kernnetz angeschlossen
Die Stadt Meppen wird durch ein großes neues Pipeline-Projekt an das deutsche Wasserstoff-Kernnetz angeschlossen. Die Bauarbeiten für die 122 Kilometer lange Strecke zwischen Bunde und Wettringen, die durch wichtige Industriegebiete führt, sollen Ende 2026 beginnen. Nach Angaben von Behörden wird die Verbindung dazu beitragen, CO₂-Emissionen zu reduzieren und neue Investitionen in die Region Emsland zu bringen.
Die Pläne für die Wasserstoffleitung "Nordsee-Ruhr-Link III" werden seit Jahren entwickelt, wobei Meppen von Anfang an eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der Wasserstoffinfrastruktur der Region spielt. Die Stadt wird zwei direkte Anschlussstellen beherbergen, die es lokalen Unternehmen ermöglichen, über T-Stücke an das Netz anzudocken.
EWE Netz hat bereits einen Vertrag für einen solchen Anschluss in Dörpen gesichert. Gleichzeitig koordiniert der Landkreis Emsland 13 weitere T-Stücke in Gemeinden wie Haren (Ems) und Papenburg. Diese sollen Industrieanlagen, kommunale Projekte sowie Wasserstoffproduzenten und -verbraucher versorgen.
Der Baubeginn ist für das dritte Quartal 2026 vorgesehen, die Inbetriebnahme der Pipeline ist für 2027 geplant. Niedersachsens Wirtschaftsminister betont die Bedeutung des Emslands für die zukünftige Wasserstoffwirtschaft Deutschlands und sieht in der Region ein potenzielles Zentrum für saubere Industrieprozesse.
Nach Fertigstellung wird die Pipeline Meppen und das Umland direkt an das deutsche Wasserstoff-Transportnetz anbinden. Das Projekt soll die Dekarbonisierung der Industrie vorantreiben und die Region als wichtigen Akteur der Energiewende positionieren. Unternehmen und lokale Behörden bereiten sich nun auf den Start im Jahr 2027 vor.