Mediashop vor entscheidendem Verkauf: Kann die Pleitefirma ihre 160 Jobs retten?
Charlotte JägerMediashop vor entscheidendem Verkauf: Kann die Pleitefirma ihre 160 Jobs retten?
Die insolvente Teleshopping-Firma Mediashop GmbH will noch diese Woche ihre betrieblichen Vermögenswerte und Nutzungsrechte veräußern. Der in Neunkirchen ansässige Händler beschäftigt rund 160 Mitarbeiter, hatte jedoch im Februar 2026 Insolvenz angemeldet – mit Schulden in Höhe von insgesamt 51,55 Millionen Euro.
Das Hauptgebäude der Mediashop GmbH steht auf einem 6.566 Quadratmeter großen Grundstück und umfasst ein dreistöckiges Gebäude mit 2.670 Quadratmetern Nutzfläche. Ein unabhängiges Gutachten bewertete das Anwesen auf 5,23 Millionen Euro. Das Unternehmen hält ein Erbbaurecht und zahlt dafür bis 2078 eine jährliche Erbbauzins von knapp 14.000 Euro.
Die Bank hält eine Grundschuld von bis zu 5,5 Millionen Euro auf dem Gelände, wobei die aktuellen Verbindlichkeiten bei 3,9 Millionen Euro liegen. Trotz Verhandlungen haben sich weder Investoren noch die Hausbank bereit erklärt, den Standort in Neunkirchen zu übernehmen. Der Insolvenzverwalter Michael Lentsch verhandelt weiterhin mit potenziellen Käufern, um die Zukunft des Unternehmens zu sichern.
Der Verkauf der Vermögenswerte und Nutzungsrechte der Mediashop markiert einen entscheidenden Schritt zur Bewältigung der finanziellen Krise. Ziel des Verfahrens ist es, Mittel zu generieren und gleichzeitig die Arbeitsplätze der 160 noch beschäftigten Mitarbeiter zu erhalten.
Die Finalisierung des Verkaufs in dieser Woche wird über die nächste Phase der Mediashop GmbH entscheiden. Angesichts von Schulden in Höhe von über 51 Millionen Euro wird das Ergebnis sowohl das Überleben des Unternehmens als auch die Zukunft der Belegschaft prägen. Der Wert der Immobilie und die Konditionen der Grundschuld bleiben zentrale Faktoren in den laufenden Verhandlungen.






