Marzahn Pride Week startet mit Parade und klarem Signal gegen Hass
Charlotte JägerMarzahn Pride Week startet mit Parade und klarem Signal gegen Hass
Marzahn Pride Week feiert siebte Auflage – Parade im Mittelpunkt
Die Marzahn Pride Week geht in ihre siebte Runde, und der Höhepunkt ist wie jedes Jahr die große Parade. Um 12 Uhr startet die Veranstaltung an der Allee der Kosmonauten mit Eröffnungsreden von Vanessa Krah und Gordon Lemm. Organisiert wird das Fest von Quarteera e.V., das im Anschluss ab 14:30 Uhr ein Nachbarschaftsfest mit Musik, Essen und Unterhaltung veranstaltet.
Quarteera e.V. führt die Parade an und setzt sich für die Rechte queerer Menschen aus Osteuropa, Zentralasien und dem Kaukasus ein. Geplant sind ein buntes Programm mit Konzerten, DJ-Sets und Streetfood-Ständen.
Im vergangenen Jahr war die Marzahn Pride mit Drohungen der neonazistischen Gruppe Deutsche Jugend Voran konfrontiert. 2023 wurden fast die Hälfte aller Pride-Veranstaltungen in Deutschland von rechtsextremen Störungen betroffen. Zwar gibt es für 2024 bisher keine organisierte Gegenwehr, doch rechtsextreme Propaganda und Gewalt haben in der Region zugenommen.
Vanessa Krah, Queer-Beauftragte des Bezirks, warnt vor vorschneller Entwarnung. Marzahn, ein Stadtteil mit vielen Bewohner:innen mit Migrationshintergrund, verzeichnet eine steigende Zahl von Bedrohungen gegen marginalisierte Gruppen. Krah und Lemm werden vor dem Start der Parade zu den Teilnehmenden sprechen.
Die Parade und das Fest sollen queere Sichtbarkeit und Gemeinschaft in Marzahn feiern. Die Organisator:innen bleiben angesichts der anhaltenden rechtsextremen Aktivitäten im Bezirk wachsam. Die Veranstaltung steht für Widerstandsfähigkeit in einer Zeit wachsender Feindseligkeit gegenüber marginalisierten Gruppen.






