Lufthansa streicht Vorruhestandsbrücke für Piloten – was bedeutet das für die Rente?
Charlotte JägerLufthansa schlägt neues Deal zu Pilot-Renten vor - Lufthansa streicht Vorruhestandsbrücke für Piloten – was bedeutet das für die Rente?
Lufthansa legt neuen Rentenplan vor – Ende für Vorruhestandsbrücke bei Piloten
Die Lufthansa hat einen neuen Rentenvorschlag vorgelegt, der die bisherige Vorruhestandsregelung für Piloten abschaffen soll. Mit dem Plan will die Airline ihre Altersvorsorge an die Systeme von Konkurrenten wie KLM und British Airways angleichen. Künftig sollen die Mittel, die bisher für die Überbrückungszahlungen vorgesehen waren, stattdessen in die regulären Rentenleistungen fließen.
Laut dem Vorschlag entfiele die Übergangsrente für Piloten, die vor dem regulären Renteneintrittsalter von 65 Jahren in den Ruhestand gehen. Die Lufthansa argumentiert, dass das aktuelle System ineffizient sei, da viele Piloten bis zum gesetzlichen Renteneintritt weiterarbeiten – die Brückenzahlungen dann also ungenutzt bleiben. Stattdessen schlägt das Unternehmen vor, diese Gelder in die Hauptrentenkasse umzuleiten, was die Auszahlungen um bis zu 50 Prozent erhöhen könnte.
Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat den Vorschlag erhalten und wird ihn in ihrem Verhandlungsgremium prüfen. Die Lufthansa betont, dass Kollegen, die kurz vor dem Anspruch auf die Überbrückungsrente stehen, diese auch unter den neuen Bedingungen noch erhalten würden. Zudem verweist die Airline darauf, dass integrierte Rentensysteme – ohne separate Vorruhestandsregelungen – bei KLM und British Airways bereits Standard seien.
Nach Angaben der Lufthansa würde die Übernahme dieses Modells die Kosten strukturieren, ohne die Wettbewerbsfähigkeit der Arbeitsbedingungen zu beeinträchtigen. Die Gewerkschaft hatte die Rentensysteme von KLM und BA zuvor zwar als vorbildlich bezeichnet, einen direkten Vergleich der Pilotenbedingungen gab es jedoch nicht.
Sollte der Plan umgesetzt werden, wäre dies ein Einschnitt in die Altersvorsorge der Lufthansa-Piloten. Das Unternehmen versichert, dass die Neuregelung die langfristigen Leistungen verbessern werde – und das ohne zusätzliche Kosten. Die Bewertung durch die Gewerkschaft wird zeigen, ob der Vorschlag den Erwartungen der Piloten gerecht wird.






