Liechtenstein und Hessen besiegeln engere Zusammenarbeit in Finanzfragen und Sicherheit
Lina HuberLiechtenstein und Hessen besiegeln engere Zusammenarbeit in Finanzfragen und Sicherheit
Liechtensteins Ministerpräsidentin Brigitte Haas traf diese Woche in Wiesbaden mit Hessens Ministerpräsident Boris Rhein zusammen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die finanzielle Zusammenarbeit, die Sicherheit sowie künftige Investitionen zwischen den beiden Regionen. Beide Politiker betonten die langjährige, auf Vertrauen und gemeinsamen Zielen basierende Partnerschaft.
Das Treffen in der Staatskanzlei diente Haas und Rhein dazu, die bilateralen Beziehungen zu vertiefen. Themen waren unter anderem die Finanzmärkte, Investitionsmöglichkeiten und die innere Sicherheit als gemeinsame Verantwortung. Rhein bezeichnete Liechtenstein als einen "verlässlichen Partner", während Haas die Bedeutung der bewährten Verbindung unterstrich.
Hessen, bekannt als wirtschaftliche Kraft im Herzen Deutschlands, strebt eine Ausweitung seiner strategischen Partnerschaften an. Liechtenstein, zwar klein, verfügt dennoch über beträchtlichen politischen und wirtschaftlichen Einfluss. Trotz fehlender großer gemeinsamer Projekte in den letzten Jahren bekundeten beide Seiten den Willen, die Zusammenarbeit zu intensivieren.
Eine 2023 in Frankfurt vom Bankenverband Hessen (BVH) organisierte Konferenz zu nachhaltigen Finanzen könnte indirekte Bezüge zu Liechtenstein gehabt haben – etwa über Veranstaltungen der Bendura Bank. Konkrete wirtschaftliche Abkommen zwischen den beiden Regionen sind jedoch in den vergangenen fünf Jahren nicht dokumentiert worden.
Die Gespräche endeten mit dem Bekenntnis, die Kooperation enger zu gestalten. Künftig soll der Fokus auf der Stärkung der finanziellen und sicherheitspolitischen Bindungen liegen. Beide Regionen sehen Potenzial darin, gemeinsam Investitionen anzuziehen und ihre Position in Europa zu festigen.






