Leipzigs neues Solarwärmekraftwerk geht mit Rekordleistung ans Netz
Deutschlands größtes Solarwärmekraftwerk nimmt in Leipzig den Betrieb auf
Dirk Panter, Wirtschaftsminister Sachsens, hat offiziell 13.200 Solarkollektoren ans Netz angeschlossen. Die Anlage erstreckt sich über 14 Hektar und versorgt Haushalte in Leipzig direkt mit Wärme.
Das Leipziger Kraftwerk erreicht eine Spitzenleistung von 41 Megawatt. Es nutzt Vakuumröhrenkollektoren des Marktführers Ritter sowie moderne Steuerungstechnik, um die Wärmeaufnahme zu maximieren.
Im Sommer deckt die Anlage ein Fünftel des Leipziger Wärmebedarfs. Im Winter sinkt ihr Beitrag auf wenige Prozent. Ähnliche Anlagen gibt es in Dresden-Räcknitz, Potsdam, Mühlhausen und Greifswald, die ebenfalls Solarwärme in lokale Netze einspeisen.
Trotz ihrer Effizienz bleibt Solarthermie in Deutschland eine Nischenlösung. 2022 baute das Land 16.900 Megawatt neue Photovoltaik-Kapazität aus, während die neu installierte Solarwärmeleistung bei knapp unter 500 Megawatt lag. 2023 sank die neu hinzugekommene Solarwärmekapazität auf 263 Megawatt, 2024 weiter auf 154 Megawatt.
Leipzigs Wärmewende umfasst weitere grüne Projekte, darunter ein „Power-to-Heat“-System und die Abwärmenutzung aus dem Chemiestandort Leuna.
Die Leipziger Anlage zeigt das Potenzial der Solarthermie für die städtische Wärmeversorgung. Ihre Effizienz bei der Umwandlung von Sonnenlicht in nutzbare Energie ist dreimal höher als die von Photovoltaik. Dennoch hinkt ihre Verbreitung in Deutschland der von Solarstrom weit hinterher.






