Kleinbäuer:innen kämpfen in Bonn um Klimagerechtigkeit und Ernährungssicherheit
Charlotte JägerKleinbäuer:innen kämpfen in Bonn um Klimagerechtigkeit und Ernährungssicherheit
Bäuerinnen und Bauern aus aller Welt trafen sich in Bonn, um die klimabedingten Herausforderungen anzugehen, die die Nahrungsmittelproduktion bedrohen. Als Vertreter von 95 Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern nahmen sie an den Tagungen der Nebenorgane der UN-Klimarahmenkonvention (SB64) teil, um mehr Unterstützung einzufordern. Ihr Engagement unterstreicht die zentrale Rolle, die diese Landwirtinnen und Landwirte bei der Ernährung der Weltbevölkerung und der Sicherung ländlicher Gemeinschaften spielen.
Familienbetriebe erzeugen mehr als die Hälfte der weltweiten Nahrungskalorien. Doch sie sehen sich wachsenden Bedrohungen ausgesetzt: Klimaschocks, schwankende Produktionskosten und veränderte Niederschlagsmuster im Zusammenhang mit El Niño setzen sie unter Druck. Führende Persönlichkeiten wie Esther Penunia, Stephen Muchiri und Thomas Patriota wiesen während der Verhandlungen auf diese Belastungen hin.
Trotz ihrer Bedeutung erhalten Kleinbäuerinnen und -bauern jedoch nur 0,36 Prozent der internationalen Klimafinanzierung für Anpassungsmaßnahmen direkt. Um dies zu ändern, schlug das Bündnis Family Farmers for Climate Action einen Resilienz- und Ermächtigungsfonds für Bäuerinnen und Bauern vor. Dieser Fonds soll Mittel direkt an Bauernorganisationen lenken und Lösungen wie agroökologische und naturverträgliche Anbaumethoden fördern.
Solche Ansätze können die Widerstandsfähigkeit stärken, die Artenvielfalt schützen und die Nahrungsmittelversorgung sichern. Die Unterstützung von Familienbetrieben gilt als Schlüssel, um die globale Ernährungssicherheit zu festigen und nachhaltige ländliche Lebensräume aufzubauen.
Der Appell für direkte Klimafinanzierung spiegelt die dringenden Bedürfnisse der Kleinbäuerinnen und -bauern wider. Ohne bessere Förderung werden Klimaschocks weiterhin die Nahrungsmittelpreise, Märkte und die globale Versorgung destabilisieren. Der vorgeschlagene Fonds könnte den Landwirtinnen und Landwirten helfen, sich anzupassen und ihre unverzichtbare Rolle in den weltweiten Ernährungssystemen zu bewahren.
