Kampeter warnt: Deutschlands Wirtschaft verliert ohne Reformen an Wettbewerbsfähigkeit
Lina HuberKampeter warnt: Deutschlands Wirtschaft verliert ohne Reformen an Wettbewerbsfähigkeit
Steffen Kampeter, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), hat Arbeitnehmer und Politiker aufgefordert, die Produktivität zu steigern. Er warnt, dass die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands aufgrund hoher Kosten und ausbleibender Reformen schwindet.
Kampeter kritisierte die Bundesregierung scharf für ihre Untätigkeit bei dringend notwendigen Reformen. Die Lage bezeichnete er als ein "offenkundiges Versagen" und forderte bessere politische Rahmenbedingungen, um Unternehmen zu entlasten. Deutschland gehöre nach wie vor zu den teuersten Standorten weltweit – mit hohen Energiekosten, bürokratischen Hürden und hohen Lohnnebenkosten.
Zudem verwies er auf die Selbstzufriedenheit nach den Hartz-IV-Arbeitsmarktreformen und betonte, dass das Land seinen Vorsprung verloren habe. Während andere Nationen wettbewerbsfähige Produkte herstellten, müsse sich Deutschland darauf konzentrieren, die besten Erzeugnisse anzubieten, um die hohen Kosten zu rechtfertigen.
Über betriebliche Anstrengungen hinaus mahnte Kampeter, dass die Politik durch Steuererleichterungen und weniger Regulierung gegensteuern müsse. Sein Credo: Deutschland brauche einen neuen "Arbeitswillen", um die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen zu meistern.
Kampeters Äußerungen unterstreichen den Druck auf Arbeitnehmer und Gesetzgeber, die Effizienz zu erhöhen. Ohne Reformen und eine stärkere Qualitätsorientierung, so seine Warnung, werde die hochpreisige deutsche Wirtschaft kaum mithalten können.






