Herbert Grönemeyer erhält Nationalpreis für Demokratie und künstlerisches Lebenswerk
Niklas MüllerHerbert Grönemeyer erhält Nationalpreis für Demokratie und künstlerisches Lebenswerk
Herbert Grönemeyer erhält den Nationalpreis für sein lebenslanges Engagement für Demokratie und künstlerisches Schaffen. Die Auszeichnung würdigt seinen Einsatz für eine offene Gesellschaft und sein Eintreten für soziale Gerechtigkeit. Zu den früheren Preisträgern zählen die BioNTech-Gründer Özlem Türeci und Uğur Şahin, die im vergangenen Jahr geehrt wurden.
Die Deutsche Nationalstiftung, 1993 vom ehemaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt ins Leben gerufen, setzt sich für den Zusammenhalt der Nation und die Förderung von Toleranz ein. Ihr Vorsitzender, Thomas Mirow, lobte Grönemeyer als kulturelles Vorbild, dessen Werk das moderne Deutschland geprägt habe.
Grönemeyer positioniert sich seit Langem klar gegen rechtsextreme Strömungen. 2024 rief er die Wähler dazu auf, eine "Brandmauer gegen Rechts" zu errichten – mit Verweis auf die Gefahren für die Demokratie. Bei einem Konzert in Dortmund 2023 bezeichnete er Andersdenkende als "rechte Ratten" und unterstrich damit seine Haltung.
Sein politisches Engagement erstreckt sich auch auf die Flüchtlingsthematik. 2015 nannte er den Zuzug von Geflüchteten einen "Glücksfall" für Deutschland. Kürzlich warnte er, die Demokratie stehe unter massivem Beschuss, und forderte Unterstützung für progressive Politik.
Die Preisverleihung ehrt Grönemeyers doppelten Einfluss als Künstler und Aktivist. Mit seinen öffentlichen Stellungnahmen setzt er sich immer wieder für demokratische Werte und gesellschaftlichen Zusammenhalt ein. Die Entscheidung der Stiftung unterstreicht seine prägende Rolle für die kulturelle und politische Landschaft Deutschlands.






