16 April 2026, 10:06

Handwerk in Steinfurt kämpft mit Energiekosten, Schwarzarbeit und neuen Vergaberegeln

Offenes Buch mit dem Titel "Mechanic Institution, for the Advantage of Masters, Journeymen, and Apprenticeships", wahrscheinlich ein Vorschlag zur Gründung einer mechanischen Institution.

Handwerk in Steinfurt kämpft mit Energiekosten, Schwarzarbeit und neuen Vergaberegeln

Vertreter der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf trafen sich mit Bezirksvertretern, um drängende Herausforderungen in der Region anzugehen. Bei dem jährlichen Austausch, der unter der Leitung von Landrat Dr. Martin Sommer stattfand, ging es um steigende Kosten, Schwarzarbeit sowie die anstehenden Änderungen der Vergaberegeln im öffentlichen Sektor.

Das Treffen fand im Kreishaus statt, wo Handwerksvertreter und lokale Behörden aktuelle Themen diskutierten. Ein zentrales Anliegen war die Belastung durch stark gestiegene Energiepreise, die in Zusammenhang mit den Spannungen im Iran stehen und kleine Handwerksbetriebe besonders hart treffen. Lieferkettenprobleme und zurückhaltende Investitionen verschärfen die Situation zusätzlich.

Ein weiteres dringliches Problem ist die anhaltende Schwarzarbeit. Illegale Beschäftigung verringert nicht nur legale Arbeitsplätze, sondern entzieht den Sozialkassen und dem Staat jährlich Milliarden an Steuereinnahmen. Die Teilnehmer waren sich einig, dass strengere Kontrollen und Aufklärungskampagnen notwendig sind.

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Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der dualen Berufsausbildung. Die Handwerkskammer betonte, wie dieses System stabile Karrierewege bietet und gleichzeitig Betrieben bei der Nachfolgeplanung hilft. Beratungsangebote für Betriebsübergaben und -übernahmen, die über die Kreishandwerkerschaft und die WESt bereitgestellt werden, wurden als wichtige Ressourcen für lokale Unternehmen hervorgehoben.

Blickend auf die Zukunft wurde über die neuen Vergaberegeln gesprochen, die in Nordrhein-Westfalen ab dem 1. Januar 2026 in Kraft treten. Die überarbeiteten Bestimmungen zielen darauf ab, Prozesse durch weniger Bürokratie und mehr Flexibilität für Auftragnehmer zu vereinfachen. Die Handwerkskammer bestätigte ihre enge Zusammenarbeit mit dem Kreis Steinfurt, um eine reibungslose Umsetzung zu gewährleisten.

Das Treffen unterstrich die Notwendigkeit gemeinsamer Maßnahmen gegen hohe Energiekosten, illegale Beschäftigung und betriebliche Nachfolgen. Angesichts der bevorstehenden Vergabereformen werden Handwerk und Kreis weiterhin zusammenarbeiten, um die wirtschaftliche Stabilität zu stärken. Beratungsdienste und Schulungsprogramme stehen Unternehmen weiterhin zur Verfügung, um sie bei der Bewältigung dieser Herausforderungen zu unterstützen.

Quelle