Hallescher FC bricht fast alle Kontakte zu RB Leipzig ab – ein radikaler Schritt gegen Red Bull
Niklas MüllerHallescher FC bricht fast alle Kontakte zu RB Leipzig ab – ein radikaler Schritt gegen Red Bull
Hallescher FC (HFC) setzt ein kräftiges Zeichen und bricht fast alle sportlichen Kontakte zu RB Leipzig ab. Die Entscheidung, die von der Mitgliederversammlung des Vereins getroffen wurde, ist ein beispielloser Schritt im deutschen Profifußball. Damit distanziert sich der HFC klar vom Fußballmodell von Red Bull, das seit Langem in der Kritik steht.
Die Abstimmung betrifft alle Mannschaften des HFC – unabhängig von Altersklasse oder Geschlecht. Künftig wird es keine Freundschaftsspiele, Testspiele oder Turniere zwischen den beiden Vereinen mehr geben. Selbst gemeinsame Jugendwettbewerbe und Kooperationen wurden gestrichen.
Das Verbot geht noch weiter: Der HFC – und mit ihm andere ostdeutsche Teams – wird die Trainingsanlagen von RB Leipzig nicht mehr nutzen. Dennoch bleiben Wechsel von Spielern oder Mitarbeitern aus dem Leipziger System zum HFC weiterhin möglich.
Mehrere ehemalige Leipzig-Akteure spielen bereits für den HFC, darunter Fabrice Hartmann und Niclas Stierlin. Auch Sportdirektor Daniel Meyer hat eine Vergangenheit beim Verein. Die Entscheidung wird als "klare und konsequente Distanzierung" beschrieben und positioniert den HFC eindeutig gegen die Fußballstruktur von Red Bull.
Damit gestaltet der HFC sein Verhältnis zu RB Leipzig neu: Freundschaftsspiele, Jugendturniere oder gemeinsame Trainingseinheiten wird es nicht mehr geben. Die Haltung des Vereins steht nun für eine entschiedene Ablehnung des Red-Bull-Einflusses im deutschen Fußball.






