Großrazzia in Ahlhorn: Zoll und Polizei prüfen Schwarzarbeit und Mindestlohn
Lina HuberGroßrazzia in Ahlhorn: Zoll und Polizei prüfen Schwarzarbeit und Mindestlohn
Großrazzia in Ahlhorn: Beamte prüfen Schwarzarbeit und Mindestlohnverstöße
Am 12. September 2025 fand in Ahlhorn eine großangelegte Kontrollaktion statt, an der rund 100 Beamte von Zoll, Polizei und lokalen Behörden beteiligt waren. Ziel der Razzia waren Betriebe, die im Verdacht standen, gegen Vorschriften zur undeclarierten Arbeit und zur Einhaltung des Mindestlohns zu verstoßen. Zehn Bars und Geschäfte entlang der Wildeshauser Straße und in der Straße Am Lemsen wurden im Rahmen der Aktion überprüft.
Die Kontrollen begannen bereits am frühen Morgen und führten zu zeitweisen Sperrungen von Abschnitten der Wildeshauser Straße im Ahlhorner Ortskern. Die Beamten befragten insgesamt sixteen Personen und prüften in sechs Fällen die Geschäftsunterlagen – dabei wurden in diesen Fällen keine Verstöße festgestellt. Allerdings sicherten sie in einem Betrieb potenziell gefälschte Dokumente, die in einem Safe aufbewahrt wurden.
Zudem deckten die Behörden in zwei Betrieben unversteuerte Waren auf. Ein Kilogramm Wasserpfeifentabak wurde beschlagnahmt, was zu einem Steuerhinterziehungsverfahren gegen den verantwortlichen Betrieb führte. In zwei weiteren Fällen wurde unversteuerter Kaffee aus den Niederlanden entdeckt, was zu Nachzahlungen und Zollgebühren führte.
Schwerpunkt der Aktion war die Überprüfung von Mitarbeiteranmeldungen, der Einhaltung des Mindestlohns sowie weiterer arbeitsrechtlicher Bestimmungen. Die Prüfer kontrollierten zudem Gaststättenlizenzen, gewerberechtliche Vorschriften und mögliche Arbeitsplatzsicherheitsmängel. Die Maßnahme ist Teil einer landesweiten Initiative: In den vergangenen Jahren gab es in Niedersachsen bereits ähnliche Großkontrollen, unter anderem in Friseursalons, auf Baustellen und in Gastronomiebetrieben.
Die gemeinsame Aktion in Ahlhorn endete mit mehreren Feststellungen, darunter Steuervergehen und der Verdacht auf Urkundenfälschung. Die Behörden kündigten an, solche koordinierten Kontrollen auch künftig fortzusetzen. Betrieben, bei denen Verstöße festgestellt wurden, drohen nun weitere Ermittlungen und mögliche Sanktionen.






