15 April 2026, 08:05

Glasflügelzikade bedroht deutsche Ernten: Landwirte kämpfen um Lösungen

Ein altes Buch mit einer Zeichnung einer Heuschrecke auf dem Cover, das likely den Insekt beschreibt.

Glasflügelzikade bedroht deutsche Ernten: Landwirte kämpfen um Lösungen

Winziges Insekt bereitet deutschen Landwirten große Sorgen

Die Glasflügelzikade, lokal auch als Schilf-Glasflügelzikade bekannt, verbreitet Pflanzenerkrankungen, die wichtige Nutzpflanzen wie Zuckerrüben und Kartoffeln schädigen. Ohne wirksame Gegenmaßnahmen warnen Experten, dass der Anbau grundlegender Lebensmittel in Deutschland zunehmend schwieriger werden könnte.

Die Glasflügelzikade (Hyalesthes obsoleta) gedeiht besonders gut unter modernen Anbaubedingungen. Ihre Larven überwintern im Boden, ernähren sich von den Wurzeln der Pflanzen und entwickeln sich im Frühjahr zu ausgewachsenen Tieren. Diese wandern anschließend in Felder mit Rüben, Kartoffeln und Gemüse ein – und übertragen dabei Krankheitserreger, die die Pflanzen schwächen.

Bisher setzten Landwirte vor allem auf Neonikotinoide, um den Schädling zu bekämpfen. Doch die EU-Beschränkungen für diese Pestizide haben die Handlungsmöglichkeiten stark eingeschränkt. Notfallzulassungen für die Wirkstoffe sind inzwischen an der Tagesordnung und entfachen Debatten über langfristige Lösungen. Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes, betont, dass ohne chemischen Pflanzenschutz manche Kulturen in Deutschland künftig nicht mehr wirtschaftlich angebaut werden könnten.

Das Problem ist längst auch in der Politik angekommen: Aktuell werden Reformen der Pestizidregulierung intensiv diskutiert. Gleichzeitig macht sich die Linken-Politikerin Wenke Dargel im Wahlkampf für die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt für agrarpolitische Themen stark, wo die Sorgen der Landwirte eine zentrale Rolle spielen.

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Die Widerstandsfähigkeit der Glasflügelzikade gegenüber modernen Anbaumethoden zwingt die Landwirtschaft zum Umdenken im Pflanzenschutz. Mit immer weniger chemischen Optionen steigt für die Bauern das Risiko von Ernteausfällen und wirtschaftlichen Verlusten. Angesichts der wachsenden Bedrohung durch den Schädling wird die Diskussion über Pestizideinsatz und Ernährungssicherheit voraussichtlich weiter an Fahrt aufnehmen.

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