12 March 2026, 20:04

Fusionsgespräche zwischen Kreissparkassen Soltau und Fallingbostel stocken trotz Dringlichkeit

Eine alte deutsche Banknote mit einer Vogeldarstellung und der Aufschrift "Deutsche Bank und Disconto-Gefellichaft Berlin".

Fusionsgespräche zwischen Kreissparkassen Soltau und Fallingbostel stocken trotz Dringlichkeit

Die Gespräche über eine mögliche Fusion zwischen der Kreissparkasse Soltau und der Kreissparkasse Fallingbostel laufen weiterhin. Das letzte Treffen fand am 19. Februar statt, organisiert von Landrat Jens Grote, ohne dass eine endgültige Entscheidung getroffen wurde. Beide Seiten zeigen sich zurückhaltend – insbesondere Soltau, das sich aufgrund seiner soliden finanziellen Lage und des anstehenden Neubaus der Hauptverwaltung skeptisch äußert.

An der Sitzung am 19. Februar nahmen Vorstände, Aufsichtsratsmitglieder sowie die Vorsitzenden der Personalräte der Kreissparkasse Soltau teil. Externe Berater präsentierten allgemeine Erkenntnisse zu Sparkassenfusionen, gingen jedoch nicht spezifisch auf die Situation im Heidekreis ein. Die Aufsichtsräte äußerten sich nicht zu den Inhalten der Gespräche und verwiesen stattdessen auf Grote.

Ziel von Fusionen in der Branche ist es, größere und stabilere Institute zu schaffen, Kosten zu senken und gleichzeitig die regionale Versorgung aufrechtzuerhalten. Vor 1990 gab es in Deutschland noch etwa 350 bis 400 Kreissparkassen, doch durch Konsolidierungen – angetrieben durch Effizienzdruck, Digitalisierung und Wettbewerb – hat sich ihre Zahl auf heute rund 200 verringert.

Die Kreissparkasse Soltau zeigt sich zögerlich und verweist auf ihre starke wirtschaftliche Position sowie die Pläne für einen Hauptverwaltungsneubau. Die Kreissparkasse Walsrode hingegen signalisiert Offenheit für eine engere Zusammenarbeit. Eine mögliche Fusion müsste von den Aufsichtsräten der Banken, dem Kreistag sowie den Landesaufsichtsbehörden genehmigt werden.

Eine Entscheidung vor den Herbstkommunalwahlen gilt als unwahrscheinlich; realistisch erscheint ein Zeitrahmen ab 2027/28. Für die erste Jahreshälfte ist ein weiteres Treffen geplant, um die Ergebnisse des Austauschs in den Aufsichtsräten zu bewerten.

Der Prozess befindet sich noch in einer frühen Phase, und eine schnelle Lösung ist nicht zu erwarten. In den kommenden Monaten werden weitere Gespräche geführt, doch ein formeller Zusammenschluss würde mehrere Genehmigungen erfordern und ist frühestens ab 2027 denkbar. Der Fokus liegt derzeit auf der Prüfung der Optionen und der regionalen Bedürfnisse.

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