Erfurt und Guy Montavon verhandeln über außergerichtlichen Vergleich im Kündigungsstreit
Lina HuberErfurt und Guy Montavon verhandeln über außergerichtlichen Vergleich im Kündigungsstreit
Die Stadt Erfurt und Guy Montavon verhandeln über eine außergerichtliche Einigung, um den seit Langem schwelenden Arbeitsrechtsstreit beizulegen. Eine mögliche gütliche Lösung könnte den juristischen Konflikt um seine Entlassung vor mehr als zwei Jahren beenden. Beide Seiten haben nach einem Schlichtungsverfahren Mitte März über eine Abfindungssumme gesprochen.
Montavon war vor über zwei Jahren fristlos entlassen worden. Die Stadt begründete dies zunächst mit Machtmissbrauch und sexuellen Verfehlungen, wobei diese Vorwürfe nie gerichtlich bewiesen wurden. Später änderten die Erfurter Verantwortlichen ihre Begründung und nannten finanzielle Vergehen als Grund für die Kündigung.
Laut dem vorgeschlagenen Vergleich würde Montavon eine Summe im mittleren sechsstelligen Bereich erhalten, die vor allem ausstehende Gehaltszahlungen abdecken soll. Im Gegenzug würde er seine Klage auf Wiedereinsetzung zurückziehen. Falls der Stadtrat dem Deal zustimmt, könnte die Vereinbarung bereits im Mai unterzeichnet werden.
Die Erfurter Behörden weigern sich, zu den Verhandlungen Stellung zu nehmen, und berufen sich dabei auf eine Vertraulichkeitsvereinbarung. Sollte es zu keiner Einigung kommen, wird der Fall im September vor dem Erfurter Arbeitsgericht weiterverhandelt.
Das Ergebnis der Vergleichsgespräche wird entscheiden, ob Montavons juristischer Kampf um seine Wiedereinstellung weitergeht. Bei einer Zustimmung würde die Vereinbarung den Streit ohne weitere Gerichtsverfahren beilegen. Die nächste entscheidende Weiche stellt die Stadtratsentscheidung im Mai dar.






