25 April 2026, 14:09

Energiewende in Gefahr: Länder fordern klare EEG-Nachfolge bis 2026

Eine Liniengrafik, die die Stromerzeugung aus Wind und Sonne in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Energiewende in Gefahr: Länder fordern klare EEG-Nachfolge bis 2026

Deutschlands Erneuerbare-Energien-Branche steht vor Unsicherheit, da das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) Ende 2026 ausläuft. Minister zentraler Bundesländer drängen nun auf klarere politische Weichenstellungen, um den Übergang zu grüner Energie nicht zu gefährden. Ihre Forderungen kommen angesichts von Bedenken gegenüber den Bundesplänen und der Notwendigkeit langfristiger Investitionssicherheit.

Die Energieminister aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen haben Alarm wegen der Zukunft der Förderung Erneuerbarer Energien geschlagen. Tobias Goldschmidt, Energiewendeminister in Schleswig-Holstein, pocht auf sofortige Klarheit für die Branche über das Jahr 2026 hinaus. Sein Amtskollege in Niedersachsen, Christian Meyer, unterstützt diese Forderung und betont, dass langfristige Planung entscheidend sei für bezahlbare und klimaneutrale Energie.

Ein von den Ministern in Auftrag gegebener Expertenbericht unterstreicht die Notwendigkeit weiterer Subventionen für Erneuerbare nach 2026. Meyer setzt sich zudem für Differenzverträge (Contracts for Difference) ein, ein System, das Investoren stabile Einnahmegarantien bieten soll. Beide Minister kritisieren, dass die aktuellen Bundesvorschläge kleinere Projektentwickler – die eine Schlüsselrolle beim Ausbau grüner Infrastruktur spielen – nicht ausreichend schützen.

Die Kritik richtet sich auch gegen die Strategie von Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche. Die Länderminister lehnen ihre Pläne für neue Gaskraftwerke und Verzögerungen beim Netzausbau ab und warnen, dass diese Schritte den Fortschritt untergraben könnten. Niedersachsen hingegen hat Fortschritte bei der Beschleunigung von Windprojekten gemacht: Die durchschnittliche Genehmigungsdauer sank auf 10,6 Monate. Allein im vergangenen Jahr wurden 807 Windräder genehmigt, was die Kapazität um über 5,1 Gigawatt erhöhte.

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Meyer verweist auf konkrete Erfolge und betont, dass der Ausbau von Solar-, Wind- und Bioenergie bereits zu sinkenden Strompreisen im gesamten Land beigetrage.

Ohne neue Regelungen nach dem EEG-Aus 2026 drohen Erneuerbare-Projekte in der Schwebe zu bleiben. Die Landesminister fordern die Bundesregierung auf, Investitionen abzusichern und den Schwung der Energiewende zu erhalten. Ihr Fokus liegt darauf, Planungssicherheit für Entwickler zu schaffen, während gleichzeitig Strompreise niedrig und Emissionsziele im Rahmen der Klimavorgaben bleiben.

Quelle