Energiekrise in Deutschland: Industrie kämpft mit explodierenden Strom- und Gaspreisen
Nico KellerSchweitzer fordert mehr Engagement von Merz für chemischen Dialog - Energiekrise in Deutschland: Industrie kämpft mit explodierenden Strom- und Gaspreisen
Energiepreise in Deutschland schnellen in die Höhe – Industrie in der Krise
In Deutschland sind die Energiekosten im vergangenen Jahr stark angestiegen und belasten die Wirtschaft schwer. Zwischen März 2025 und März 2026 stiegen die Preise für Gas und Strom aufgrund höherer Netzentgelte, CO₂-Abgaben und zusätzlicher Umlagen. Besonders die chemische Industrie leidet unter steigenden Produktionskosten und einer schwächeren Exportfähigkeit durch diese Belastungen.
Rheinland-Pfalz' Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in einem Schreiben zu entschlossenerem Handeln aufgerufen, um die angeschlagene chemische Industrie Deutschlands zu stützen. Darin kritisierte Schweitzer die zögerliche Umsetzung des Regierungsprogramms Chemie-Dialog, obwohl versprochen worden war, Deutschland zum führenden Standort für Chemie, Pharmazie und Biotechnologie in Europa zu machen.
Zudem warf er Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) vor, zu langsam auf die explodierenden Spritpreise reagiert zu haben. Pendler und kleine Unternehmen hätten die Verzögerungen bereits teuer bezahlt, so Schweitzer. Besonders bei den Industrie-Strompreisen gebe es weiterhin Blockaden, obwohl Bundesbehörden laut Angaben schon längst Lösungen ausgearbeitet hätten.
Neben den Energiekosten warnen Branchenvertreter vor Lieferkettenstörungen durch den Iran-Konflikt. Gleichzeitig kämpft die Bauwirtschaft mit stark gestiegenen Rohstoffpreisen, was die wirtschaftliche Lage zusätzlich verschärft.
Die chemische Industrie sieht sich nun mit höheren Produktionskosten und sinkender Wettbewerbsfähigkeit auf den Weltmärkten konfrontiert. Angesichts steigender Energiepreise und unter Druck geratener Lieferketten fordern Unternehmen schnellere staatliche Hilfen. Zwar sollen Subventionen die Last mindern, doch Verzögerungen bei zentralen Maßnahmen lassen die Branchen weiter auf Entlastung warten.






