16 April 2026, 00:11

Düngemittelpreise explodieren: Landwirte kämpfen um ihre Frühjahrsaussaat

Eine Landkarte der Vereinigten Staaten, die den Prozentsatz von Bauernmärkten zeigt, die SNAP-Gelder im Jahr 2013 akzeptieren.

Düngemittelpreise explodieren: Landwirte kämpfen um ihre Frühjahrsaussaat

Deutsche Landwirte kämpfen mit explodierenden Düngemittelkosten – gerade zur Aussaat im Frühling

Die Preise für wichtige Dünger sind in den letzten Wochen stark angestiegen und setzen die ohnehin schon stark belasteten Betriebe zusätzlich unter Druck. Eine neue Umfrage soll nun erfassen, wie die Landwirte auf die Krise reagieren.

Der Preis für granuliertes Harnstoffdünger (Urea) ist auf 694 Euro pro Tonne geklettert – ein Anstieg um 141 Euro im Vergleich zum Vormonat. Kalkammonsalpeter (KAS) kostet mittlerweile 440 Euro pro Tonne (plus 63 Euro), während Ammonnitrat-Kalk (AHL) auf 413 Euro pro Tonne gestiegen ist (plus 49 Euro). Die Preissprünge sind Folge von Störungen in den globalen Lieferketten, ausgelöst durch den Krieg im Nahen Osten und Blockaden in der Straße von Hormus.

Landwirte, die Vorräte frühzeitig eingekauft haben, kommen besser über die Runden. Doch wer nur begrenzte Reserven hat, steht vor schwierigen Entscheidungen. Winterkulturen, die bereits im Boden sind, brauchen weiterhin Nährstoffe für ein gesundes Wachstum – hier gibt es kaum Spielraum für Einsparungen. Ein Umstieg auf stickstoffeffiziente Alternativen wie Soja ist für viele wegen bestehender Fruchtfolgen und Maschinenausstattung kaum umsetzbar.

Um die Auswirkungen der Krise zu bewerten, wurde eine Umfrage gestartet, die die Erfahrungen und Strategien der Landwirte erfasst. Der Fragebogen richtet sich an alle betroffenen Betriebe; die Antworten sollen helfen, gezielte Unterstützungsmaßnahmen zu entwickeln.

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Der Preisschub kommt zu einem kritischen Zeitpunkt, denn die Frühjahrsaussaat erfordert eine zuverlässige Versorgung mit Düngemitteln. Da keine kurzfristige Entlastung in Sicht ist, werden die Umfrageergebnisse zeigen, wie sich die Höfe anpassen. Betroffene Landwirte können über den bereitgestellten Link teilnehmen.

Quelle