Dinkçis Tor für Cinja: Heidenheim siegt 2:0 und kämpft gegen Abstieg und Leukämie
Lina HuberDinkçis Tor für Cinja: Heidenheim siegt 2:0 und kämpft gegen Abstieg und Leukämie
Heidenheim sichert wichtigen 2:0-Sieg gegen den FC St. Pauli – und bleibt im Abstiegskampf der Bundesliga
Am Samstag feierte der 1. FC Heidenheim einen entscheidenden 2:0-Erfolg gegen den FC St. Pauli. Der Sieg hält das Tabellenschlusslicht vorerst im Rennen um den Klassenerhalt. Besonders emotional wurde der Tag für Mittelfeldspieler Eren Dinkçi, der nicht nur ein Tor erzielte, sondern die Partie auch seiner Freundin Cinja widmete – sie kämpft gegen Leukämie.
Dinkçis Treffer war der entscheidende Moment im Spiel und brachte Heidenheim einen Schritt näher an den Verbleib in der Bundesliga. Nach seinem Tor deutete er zum Himmel und erklärte später, das Tor gelte Cinja, die möglicherweise eine Stammzelltransplantation benötigt. Das Paar spricht offen über ihre Diagnose, betont aber, ihr Engagement gelte nicht nur ihrem eigenen Schicksal, sondern allen Betroffenen.
Der Verein unterstützte die Aktion, indem er mit der DKMS, einer Organisation zur Bekämpfung von Blutkrebs, eine Typisierungsaktion organisierte. Bereits beim Auswärtsspiel in Freiburg am vergangenen Wochenende ließen sich 688 Menschen als potenzielle Stammzellspender registrieren. Dinkçi und Cinja unterstrichen, dass es bei der Kampagne um alle Patienten gehe, die mit Leukämie oder anderen Blutkrankheiten kämpfen – nicht nur um sie persönlich.
Heidenheims Trainer Frank Schmidt lobte Dinkçis Leistung auf dem Platz wie auch sein Engagement abseits des Rasens. Der 22-Jährige hofft, dass das Tor – und die wachsende Aufmerksamkeit für das Thema – Cinja in ihrer Behandlung Kraft geben wird.
Der Sieg verschafft Heidenheim eine kurze Verschnaufpause im Abstiegskampf. Gleichzeitig hat die Spenderaktion bereits Hunderte dazu bewegt, sich als potenzielle Lebensretter registrieren zu lassen. Dinkçis Tor und die Kampagne rücken damit nicht nur den Kampf seines Teams um den Klassenerhalt, sondern auch den dringenden Bedarf an Stammzellspendern in den Fokus.






