29 March 2026, 04:04

Dagmar Frederic über 60 Jahre Schlager – und warum sie im Fernsehen fehlt

Eine Frau in einem schwarzen und weißen Outfit mit 1950er-Jahre-Frisur singt fröhlich auf einer von einem Spotlight beleuchteten Bühne und hält ein Mikrofon.

Dagmar Frederic über 60 Jahre Schlager – und warum sie im Fernsehen fehlt

Dagmar Frederic blickt auf sechs Jahrzehnte in der Schlagerszene zurück. Mit 80 Jahren steht sie noch immer bis zu 60 Mal im Jahr auf der Bühne – und das trotz einer bescheidenen Rente. Kürzlich machte sie nicht nur mit ihrer Musik Schlagzeilen, sondern auch mit pointierten Kommentaren zur Branche und einem scharfsinnigen Spruch über ihren Ehemann.

Frederic beobachtet seit Langem ein Muster im deutschen Schlager-Fernsehen: Immer wieder dieselben Gesichter. Seit der Wiedervereinigung setzen vier große Formate – Immer wieder sonntags, der ZDF-Fernsehgarten, Schlagerboom und Die Schlagerchampions – auf einen festen Kreis von Künstlern. Namen wie Roland Kaiser, Ute Freudenberg oder Heinz Rudolf Kunze tauchen regelmäßig auf. Die wirtschaftliche Logik dahinter versteht sie, doch sie hinterfragt, warum die Rotation so begrenzt bleibt.

Die Moderatoren macht sie dafür allerdings nicht verantwortlich. Aus ihrer Sicht bestimmen Redaktionen die Gästelisten, nicht die Präsentatoren wie Florian Silbereisen oder Giovanni Zarrella. Beide verteidigt sie nachdrücklich: Sie agierten in einem System, das sie nicht selbst geschaffen hätten. Dennoch wurde sie selbst nie in deren Sendungen eingeladen – oder in die von Andrea Kiewel.

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Ihre Karriere spricht für sich. Mit einer Mischung aus Schlagerklassikern, Musical-Nummern und Chansons hat sie sich einen Namen gemacht, ohne je Kompromisse einzugehen. Sie betont, nie das Bedürfnis verspürt zu haben, sich "anzubiedern", um in eine Show zu kommen. Und doch ist ihr Terminkalender bis heute gut gefüllt – ein Beweis für ihre anhaltende Popularität, ganz ohne Fernsehpräsenz.

Frederics Äußerungen werfen ein Schlaglicht auf einen langjährigen Trend im deutschen Schlager-Fernsehen. Während sie auf der Bühne weiterhin aktiv ist, unterstreicht ihre Abwesenheit in den großen Shows die Vorliebe der Branche für bekannte Namen. Ihre Laufbahn zeigt jedoch, dass es auch für Künstler Platz gibt, die ihren eigenen Weg gehen.

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