Chaos beim 1. Mai in Berlin: Tausende blockieren Kreuzberger Straßen und stoppen Demonstrationszug
Nico KellerChaos beim 1. Mai in Berlin: Tausende blockieren Kreuzberger Straßen und stoppen Demonstrationszug
Berlins jährliche Revolutionäre Maidemonstration am 1. Mai verzögerte sich, als Tausende Feiernde die Straßen in Kreuzberg füllten. Der Demonstrationszug kam nur langsam voran, wobei sich große Lücken zwischen Spitzen- und Schlussgruppe bildeten. Unterdessen war die Polizei mit einem sichtbaren Aufgebot im gesamten Gebiet präsent, um die Lage zu beobachten.
Bis zum Nachmittag hatte die Spitze des Zuges bereits Neukölln erreicht. Doch das Ende steckte weiterhin auf der Oranienstraße in Kreuzberg fest und konnte nicht vorrücken. Die Kommunistische Liga poste auf X, dass die Glogauer Straße überfüllt sei und für die verbleibenden Blöcke kaum Platz zum Vorankommen bleibe.
Zahlreiche Straßen in Kreuzberg waren für den Verkehr gesperrt, und mehrere U-Bahn-Stationen wurden umfahren, um die Menschenmassen zu steuern. Teilnehmer berichteten von Wartezeiten von bis zu einer halben Stunde, bevor sie sich weiterbewegen konnten. Im Laufe des Tages wurde die Situation zunehmend chaotischer.
Am Abend sperrte die Polizei den Zugang zum Görlitzer Park. Innensenatorin Iris Spranger (SPD) erklärte im RBB-Abendschau, dass sich fast 50.000 Menschen zum Tag der Arbeit in Berlin versammelt hätten. Trotz der Gedränge betonte sie, dass die Lage bisher friedlich geblieben sei.
Ungewiss blieb, ob die Demonstranten ihr geplantes Ziel, den Südstern in Kreuzberg, noch vor Einbruch der Dunkelheit erreichen würden. Der Fortschritt des Zuges wurde durch die schiere Anzahl der Feiernden in Kreuzberg massiv behindert. Mit gesperrten Straßen, unterbrochenem Nahverkehr und langen Verzögerungen hatten Organisatoren und Behörden Schwierigkeiten, die Demonstration auf Kurs zu halten. Während die Menschenmengen sich am Abend allmählich auflösten, blieb die Polizei weiter in Bereitschaft, um die Lage zu überwachen.






