02 April 2026, 18:05

CDU-Politiker Frank Bommert löst mit NS-Video Empörung in Brandenburg aus

Schwarz-weißes Propagandaplakat mit einem Mann in einem Helm mit Nazi-Symbol und Text.

CDU-Politiker Frank Bommert löst mit NS-Video Empörung in Brandenburg aus

Ein CDU-Politiker in Brandenburg hat mit der Verbreitung eines Videos für Aufsehen gesorgt, das restaurierte Militärfahrzeuge aus der NS-Zeit zeigt. Frank Bommert, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag, hatte den Clip zunächst auf Instagram gepostet, bevor er ihn später wieder löschte. Die Partei reagierte mit einem offiziellen Verweis, sah jedoch von weiteren disziplinarischen Maßnahmen ab.

In dem Video war ein Treffen von Historienbegeisterten zu sehen, die in Uniformen aus vergangener Zeit gekleidet auf alten Wehrmacht-Motorrädern unterwegs waren. Bommert, der die Aufnahmen geteilt hatte, sah sich umgehend mit scharfer Kritik konfrontiert. Der CDU-Fraktionschef Steeven Bretz verurteilte sowohl das Video als auch dessen Verbreitung öffentlich und kündigte eine interne Prüfung an.

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Bommert ist kein Unbekannter, wenn es um Kontroversen geht. Bereits zuvor hatte er für einen WhatsApp-Status Kritik geerntet, in dem er seine Lieblingspolitiker auflistete – darunter Robert Habeck, Annalena Baerbock, Ricarda Lang und Olaf Scholz. Der Beitrag führte damals zu seinem Rücktritt als Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Landtag, wobei er den Fehler eingestand.

Der aktuelle Vorfall ist die erste öffentliche Rüge gegen einen CDU-Politiker in Brandenburg wegen historisch brisanten Inhalts seit mindestens fünf Jahren. Die Partei hat Bommert zwar nicht von seinen Ämtern enthoben, will die Angelegenheit aber intern aufarbeiten. Bretz hat zudem ein direktes Gespräch mit Bommert angekündigt, um die Situation weiter zu klären.

Die CDU beschränkt sich vorerst auf den offiziellen Verweis und verzichtet auf weitere Sanktionen. Bommert hatte das Video kurz nach der Veröffentlichung wieder gelöscht. Nun steht die Partei vor der Herausforderung, die Folgen des Vorfalls zu bewältigen, ohne die innere Einheit zu gefährden.

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