Brandenburgs Spargelsaison startet mit Hoffnung trotz sinkender Anbauflächen
Niklas MüllerBrandenburgs Spargelsaison startet mit Hoffnung trotz sinkender Anbauflächen
Offizielle Eröffnung der Spargelsaison in Brandenburg – erste Ernte pünktlich zu Ostern
In Brandenburg hat die Spargelsaison offiziell begonnen, und die ersten Ernten erreichen rechtzeitig zu den Osterfeiertagen die Märkte. Landwirte in der Region Beelitz, dem größten Anbaugebiet des Landes, feierten den Start mit einem Festakt. Trotz anhaltender Herausforderungen blicken die Erzeuger optimistisch auf die diesjährige Ernte.
Die Spargelproduktion in Brandenburg hatte in den vergangenen Jahren mit Rückschlägen zu kämpfen. Zwischen 2021 und 2025 schrumpfte die Gesamtanbaufläche um 10 bis 15 Prozent – von etwa 1.200 Hektar auf rund 1.000 Hektar. Steigende Produktionskosten und ein Mangel an Arbeitskräften zwangen viele Bauern, ihre Betriebe zu verkleinern.
Der Konflikt im Iran trieb die Energiepreise in die Höhe, insbesondere den Dieselpreis, was sich direkt auf die Betriebskosten in der Landwirtschaft auswirkt. Hinzu kommt die Erhöhung des Mindestlohns, die die Lohnkosten weiter steigen ließ. Zudem sehen sich heimische Erzeuger zunehmend mit günstigeren Importen aus Spanien, Mexiko und Griechenland konfrontiert, was den Druck auf den Markt verstärkt.
Trotz dieser Hindernisse wurden in Brandenburg im Jahr 2025 fast 19.000 Tonnen Spargel geerntet. Für dieses Jahr erwarten die Landwirte eine erneut starke Saison. Zu Saisonbeginn liegen die Preise zwischen 15 und 18 Euro pro Kilogramm. Mit zunehmender Verfügbarkeit dürften die Kosten jedoch auf etwa 10 bis 12 Euro pro Kilogramm sinken.
Die Branche in Brandenburg passt sich weiterhin den wirtschaftlichen Belastungen und veränderten Marktbedingungen an. Zwar bleiben Herausforderungen wie höhere Kosten und ausländische Konkurrenz bestehen, doch die Erzeuger hoffen auf eine ertragreiche Saison. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie sich Preise und Nachfrage mit dem Fortschreiten der Ernte entwickeln.






