"Bunt statt braun" protestiert gegen AfD-Kinderschutztagung in Hannover
Nico Keller"Bunt statt braun" protestiert gegen AfD-Kinderschutztagung in Hannover
Am kommenden Samstag soll vor dem Landtag von Niedersachsen eine Demonstration stattfinden. Das Bündnis „Bunt statt braun“ hat die Kundgebung unter dem Motto „Unser Regenbogen bleibt bunt“ organisiert. Sie fällt zeitlich mit einer Fachtagung zum Kinderschutz zusammen, die von der AfD-Landtagsfraktion veranstaltet wird.
Das linke Bündnis wirft der AfD vor, das Thema Kinderschutz für politische Zwecke zu instrumentalisieren. Die Partei wird als „bestätigt rechtsextrem“ bezeichnet. Unterstützung erhält die Demonstration von verschiedenen Gruppen, darunter „Omas gegen Rechts“, „Aufstehen gegen Rassismus“, die Gewerkschaften Verdi und GEW, die katholische Kirche sowie die Parteien SPD und Bündnis 90/Die Grünen.
Auf der AfD-Tagung werden Themen wie „Gender-Ideologie, Verharmlosung von Pädophilie, Gewalterfahrungen und frühkindliche Sexualisierung“ behandelt. Als Rednerinnen treten unter anderem Vanessa Behrendt, familienpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion, und Beatrix von Storch, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Partei, auf. Die EU-Abgeordnete Christine Anderson wird über die Auswirkungen der Corona-Politik auf Kinder sprechen. Zudem referiert Uwe Kranz, ehemaliger Präsident des Thüringer Landeskriminalamts, über sexuelle Gewalt gegen Kinder.
Demonstration und Fachtagung finden am selben Tag statt und spiegeln die gegensätzlichen Positionen zum Kinderschutz wider. Die Veranstaltung wird von Protesten sowie kontroversen gesellschaftspolitischen Debatten begleitet. Sowohl die Organisatoren als auch die Referenten beider Seiten haben ihre Teilnahme bestätigt.






