Bundeswehr bestellt Rheinmetall-Kamikaze-Drohnen für 2,4 Milliarden Euro
Nico KellerBundeswehr bestellt Rheinmetall-Kamikaze-Drohnen für 2,4 Milliarden Euro
Das deutsche Verteidigungsministerium hat die Genehmigung für eine große Beschaffung von Loitering Munitions (auch als "Kamikaze-Drohnen" bekannt) beim Rüstungskonzern Rheinmetall beantragt. Der erste Auftrag im Wert von knapp 300 Millionen Euro umfasst Drohnen des Typs Raider. Ein Finanzierungsantrag über 25 Millionen Euro wurde bereits an den Haushaltsausschuss des Bundestags übermittelt.
Geplant ist zudem der Abschluss eines Rahmenvertrags mit Rheinmetall im Gesamtvolumen von 2,387 Milliarden Euro. Im Rahmen dieser Vereinbarung soll das Unternehmen Bodienstationen, Luftfahrtsysteme, Schulungsmaterialien und Simulatoren für die erste Phase liefern. Zudem muss Rheinmetall bis Ende April 2027 ein erstes Ausbildungsprogramm abschließen und alle Qualifikationsanforderungen erfüllen.
Die Raider-Drohnen sollen künftig gemeinsam mit anderen bereits bestellten Loitering-Munitions-Systemen zweier verschiedener Hersteller eingesetzt werden. So war 2026 eine separate Beschaffung im Umfang von 540 Millionen Euro für die HX-2-Familie des Unternehmens Helsing sowie das Modell Virtus von Stark Defence genehmigt worden – vor allem für die in Litauen stationierte Brigade der Bundeswehr.
Falls der Antrag bewilligt wird, erweitert die Raider das Arsenal der Bundeswehr an unbemannten Luftfahrtsystemen. Der langfristige Vertrag mit Rheinmetall sichert eine kontinuierliche Versorgung mit diesen Kamikaze-Drohnen und stärkt damit die Fähigkeiten der Truppe in der modernen Kriegsführung. Die ersten Lieferungen sollen erfolgen, sobald die Qualifizierung 2027 abgeschlossen ist.






