20 April 2026, 06:05

Bundestag beschließt schärfere Regeln gegen hohe Spritpreise an der Zapfsäule

Diagramm zeigt Kraftstoffpreise in den Vereinigten Staaten mit zwei Linien, die die Staatspreise darstellen, eine abnehmend (blau) und eine zunehmend (grün) über die Zeit.

Bundestag beschließt schärfere Regeln gegen hohe Spritpreise an der Zapfsäule

Der Bundestag hat ein neues Kraftstoffpreis-Paket verabschiedet, das die steigenden Spritkosten an der Zapfsäule eindämmen soll. Das Gesetz führt strengere Preisregeln ein und stärkt die Kontrolle über den Kraftstoffmarkt. Die großen Parteien – darunter CDU/CSU, SPD und Grüne – unterstützten die Maßnahme in einer gemeinsamen Abstimmung.

Nach dem Kraftstoffpreis-Anpassungsgesetz dürfen Tankstellen die Preise künftig nur noch einmal täglich, und zwar mittags, erhöhen. Diese Änderung soll plötzliche und unvorhersehbare Preissprünge im Tagesverlauf verhindern. Unternehmen müssen Preissteigerungen in bestimmten Fällen zudem mit klaren, nachvollziehbaren Gründen begründen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das Bundeskartellamt erhält erweiterte Befugnisse, um marktbeherrschende Akteure im Kraftstoffsektor zu überwachen und notfalls zu beanstanden. Verstöße gegen die neuen Regeln können mit Bußgeldern von bis zu 100.000 Euro geahndet werden. Gleichzeitig erlaubt das Gesetz Preissenkungen jederzeit – Tankstellen können die Kosten also flexibel anpassen, sobald dies möglich ist.

Die Regierung hat eine Überprüfungsklausel eingebaut: Nach einem Jahr wird bilanziert, ob die Maßnahmen wie geplant wirken oder nachgebessert werden müssen. Die Wirksamkeit des Gesetzes soll 2025 evaluiert werden.

Das beschlossene Paket verschärft die Kartellregeln und gibt den Aufsichtsbehörden mehr Einfluss auf die Preispolitik. Tankstellen müssen nun tägliche Preisobergrenzen strikt einhalten und Erhöhungen begründen. Bei Nichteinhaltung drohen Strafen – die Erfolgskontrolle steht für 2025 an.

Quelle