Braunschweig will den Großen Hof zum lebendigen Kreativquartier umbauen
Charlotte JägerBraunschweig will den Großen Hof zum lebendigen Kreativquartier umbauen
Braunschweig plant Umwandlung des Großen Hofs in ein lebendiges Stadtquartier
Die Stadt Braunschweig hat Pläne vorgestellt, das Gebiet des Großen Hofs in ein attraktives urbanes Viertel umzugestalten. Das Projekt soll langjährige Probleme wie leerstehende Schulgebäude und übermäßige Parkflächen lösen. Bei Genehmigung könnte die 60-Millionen-Euro-Umgestaltung die Zukunft des Stadtteils prägen.
Der Große Hof leidet derzeit unter architektonischen Mängeln und mangelnder Belebung. Zwei geschlossene Schulen und endlose Reihen geparkter Autos bestimmen das Bild – urbanes Leben findet hier kaum statt. Die Lage am Rande der Innenstadt verschärft die Dringlichkeit der Situation.
Die Stadt schlägt eine Mischung aus Wohnraum, kreativen Arbeitsflächen und grünen Aufwertungen vor. Geplant sind ein autoreduziertes Kreativquartier, neue Wohnblöcke und eine Quartiersgarage. Zudem sollen Räume für die Städtische Galerie, Ateliers für Künstler:innen und soziale Infrastruktur entstehen.
Ein Teil des Entwurfs stammt von einem Hamburger Büro, das 2024 den Wettbewerb „Wohn- und Kreativquartier Großer Hof“ gewann. Zur Finanzierung bewerbt sich Braunschweig um das Bundes-Länder-Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“. Die Stadt stellt 7,9 Millionen Euro bereit, der Rest soll aus übergeordneten Städtebaufördermitteln kommen.
Die Umgestaltung würde für den Großen Hof einen tiefgreifenden Wandel bedeuten. Die Verantwortlichen hoffen, dass die 60-Millionen-Investition das Viertel zu einem lebendigen Teil der Stadt macht. Der nächste Schritt hängt nun von der Zustimmung und Förderung durch Landes- und Bundesbehörden ab.






