Berlin ehrt Margot Friedländer und diskutiert Maikrawalle in historischer Sitzung
Niklas MüllerBerlin ehrt Margot Friedländer und diskutiert Maikrawalle in historischer Sitzung
Berlins Abgeordnetenhaus ehrt Holocaust-Überlebende Margot Friedländer in feierlichem Akt
Diese Woche wird das Berliner Abgeordnetenhaus der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer in einer besonderen Zeremonie gedenken. Zudem erhält der Platz vor dem Parlamentsgebäude ihren Namen. Unterdessen befassen sich die Abgeordneten mit den jüngsten Maifeierlichkeiten, bei denen es Dutzende Festnahmen und über 100 eingeleitete Strafverfahren gab.
Die Gedenkveranstaltung beginnt um 9:00 Uhr im Plenarsaal. Der regierende Bürgermeister Kai Wegner wird eine Würdigung auf Friedländer halten, die seit 2020 Ehrenbürgerin Berlins ist. Im Anschluss wird die neue Namensplatte für den Platz offiziell enthüllt.
Später, um 11:00 Uhr, startet die Plenarsitzung eine Stunde später als üblich. Die Abgeordneten werden dann über die Feiern und Demonstrationen am 1. Mai diskutieren. Zwar verliefen die meisten Veranstaltungen friedlich, doch nahm die Polizei vorläufig mehrere Dutzend Personen in Gewahrsam.
Die Behörden leiteten rund 120 Ermittlungsverfahren wegen mutmaßlicher Straftaten ein, darunter Verstöße gegen die öffentliche Ordnung, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung und sexuelle Belästigung.
Die Umbenennung des Platzes würdigt Friedländers Vermächtnis als Zeitzeugin und Aufklärerin. Die parlamentarische Debatte widmet sich den Folgen des 1. Mai, darunter Festnahmen und laufende Ermittlungen. Beide Anlässe unterstreichen Berlins Bemühungen, sich mit Geschichte und öffentlicher Sicherheit auseinanderzusetzen.






