Brantner wirft Ampelkoalition mangelnde Zukunftsvision vor – und fordert Reformen statt Verwaltung
Lina HuberBrantner wirft Ampelkoalition mangelnde Zukunftsvision vor – und fordert Reformen statt Verwaltung
Grünen-Chefin Franziska Brantner hat die deutsche Ampelkoalition scharf dafür kritisiert, dass sie es versäumt, substanzielle Reformen voranzutreiben. Im Gespräch bei Pinar Atalay am Montag warf sie der Regierung vor, das Land werde „irgendwie verwaltet, aber nicht zukunftsfähig gestaltet“.
Brantner monierte, der aktuellen Regierung fehle es an einer klaren Vision und an Schwung für notwendige Veränderungen. Zwar habe auch die vorherige Ampelkoalition mit internen Streitigkeiten zu kämpfen gehabt, doch die neue Regierung lieferte ihrer Ansicht nach ebenfalls keine überzeugenden Leistungen.
Statt sich auf Umfragewerte oder Beliebtheitsrankings zu konzentrieren, forderte sie eine Hinwendung zu konkreten Herausforderungen. Die Grünen strebten zwar nicht danach, die Regierung abzulösen, seien aber bereit, sinnvolle Einzelprojekte zu unterstützen, wo es sachlich geboten sei.
Die Partei zeigt sich offen für eine Zusammenarbeit bei der Modernisierung der Staatsführung, der Digitalisierung, der Infrastruktur sowie bei Verfassungsreformen. Gleichzeitig warnte Brantner, dass die aktuelle politische Lage das ohnehin bröckelnde Vertrauen der Bevölkerung weiter untergraben könnte.
Ihre Äußerungen unterstreichen die Bereitschaft der Grünen, mit der Regierung in zentralen Fragen zusammenzuarbeiten. Allerdings besteht die Partei auf eine ergebnisorientiertere Führung. Brantner zufolge sollte der Fokus darauf liegen, reale Probleme zu lösen – und nicht auf politischer Profilierung.






