Brandenburgs Schulen kämpfen mit historischem Lehrermangel und Rekordschülerzahlen
Charlotte JägerBrandenburgs Schulen kämpfen mit historischem Lehrermangel und Rekordschülerzahlen
Brandenburg steht vor dem schwersten Lehrkräftemangel aller Zeiten
Zum Beginn des neuen Schuljahres kämpft Brandenburg mit einem beispiellosen Lehrermangel – verschärft durch Rekordschülerzahlen und eine noch nie dagewesene Personalnot. Bildungsminister Gordon Hoffmann (parteilos) räumte ein, dass selbst im kommenden Jahr keine vollständige Besetzung der notwendigen Unterrichtsstunden garantiert werden könne.
Der Haushalt 2025 hat die Lage weiter zugespitzt: 345 Vollzeitstellen im Lehrbereich wurden gestrichen. Diese Kürzungen hatten bereits im vergangenen Jahr die Einstellung vieler Quereinsteiger gestoppt. Die Folge: Die verbleibenden Lehrkräfte müssen nun eine zusätzliche Wochenstunde unterrichten, um die Lücken zu schließen.
In ganz Brandenburg formiert sich Widerstand gegen die Sparmaßnahmen. Hoffmann, der das Ressort erst kürzlich nach drei Jahrzehnten SPD-Führung übernommen hat, kündigte Reformen an, um Lese- und Rechenkompetenzen zu stärken. Doch trotz geplanter 250 neuer Stellen im Rahmen der SPD-CDU-Koalition bleibt die Personalknappheit dramatisch.
Im nächsten Jahr wird Brandenburg die höchste Schülerzahl seiner Geschichte verzeichnen – bei gleichzeitigem Rekordmangel an Lehrkräften. Wie viele Pädagogen genau fehlen, ist unklar, doch die Kürzungen bringen Schulen an ihre Grenzen, um selbst den grundlegenden Lehrplan zu erfüllen.
Der Lehrermangel wird voraussichtlich auch im nächsten Schuljahr anhalten. Schulen müssen mit überfüllten Klassen und schrumpfenden Ressourcen zurechtkommen, während Hoffmanns Reformen erst greifen. Ohne weitere Maßnahmen wird sich die Kluft zwischen Personalbedarf und verfügbaren Lehrkräften weiter vergrößern.






