Berlin setzt 2037 auf nachhaltige Stadtentwicklung statt Olympia-Träume
Lina HuberBerlin setzt 2037 auf nachhaltige Stadtentwicklung statt Olympia-Träume
Berlin richtet von 2034 bis 2037 seine dritte Internationale Bauausstellung (IBA) aus
Die Entscheidung des Berliner Senats lenkt den Fokus von einer möglichen Olympiabewerbung ab, für die es nach wie vor kein konkretes Konzept gibt. Die IBA wird von offiziellen Stellen als kostengünstigere und nachhaltigere Alternative für die Stadtentwicklung bewertet.
Die Ankündigung des Senats hat Debatten über die Prioritäten der regierenden Koalition ausgelöst. Während die Olympiapläne weiter ungewiss sind, steht die IBA als zentrales Projekt fest. Im Mittelpunkt der Ausstellung wird die Umgestaltung bestehender Stadtgebiete, brachliegender Flächen und Gebäude stehen – nicht der großflächige Neubau.
Klimaschutz und eine nachhaltige Flächennutzung sollen die IBA prägen. Mögliche Standorte liegen entlang des S-Bahn-Rings und der radialen Verkehrsachsen, konkrete Bezirke stehen jedoch noch nicht fest. Die Planung befindet sich noch in einer frühen Phase.
Der Architekten- und Ingenieurverein Berlin-Brandenburg (AIV) begrüßt die Entscheidung. Tobias Nöfer, Vorstandsmitglied des AIV, bezeichnete die IBA als "historische Chance", neue Maßstäbe in der Stadtentwicklung zu setzen. Besonders unterstützt der Verband den Fokus auf die Übergangsbereiche zwischen Innenstadt und äußerem Stadtgebiet.
Befürworter sowohl der Olympischen Spiele als auch der Weltausstellung argumentieren, dass diese Großveranstaltungen die IBA ergänzen könnten. Doch mit der Entscheidung des Senats wird klar: Die Bauausstellung gilt als langfristige Investition in die Zukunft Berlins.
Die IBA 2037 ist bereits die dritte ihrer Art in Berlin – nach Ausgaben in den späten 1950er- und späten 1980er-Jahren. Das Engagement des Senats für das Projekt spiegelt einen breiteren Kurs wider: kosteneffiziente und nachhaltige Stadtplanung. Ob die Ausstellung gelingt, hängt davon ab, wie überzeugend sie die urbanen Herausforderungen der kommenden Jahre angeht.






