Bildungsministerium will Wettbewerbsdruck schon im Kinderspiel verankern
Charlotte JägerBildungsministerium will Wettbewerbsdruck schon im Kinderspiel verankern
Das Bundesbildungsministerium setzt sich für leistungsorientierte Kinderspiele ein. Bildungsministerin Karin Prien fordert einen stärkeren Wettbewerbsgedanken im Schulsport. Die Initiative kommt zu einer Zeit, in der Schulen nach neuen Wegen suchen, um Leistungen zu bewerten.
An der Friedrich-August-von-Hayek-Eliteschule nehmen Schüler bereits am IronChild-Wettbewerb teil. Bei der Veranstaltung werden Fleiß, Ausdauer und Kostenrechnung zu einer mehrtägigen Extrembelastungsprobe kombiniert. Die Sieger erhalten ein persönliches Coaching mit dem Schulleiter, Dr. Dr. Ulf-Ulf Vollmann.
Verlierer des Wettbewerbs riskieren dagegen eine Gymnasialempfehlung. Unterdessen verlangt Bernd Kreimer-Rendsburg, dass sämtliche schulische Leistungsbewertungen in Spielform umgewandelt werden.
An anderer Stelle hat die Fürstin-Gloria-Selbdritt-Grundschule ein eigenes Konzept eingeführt: Sport wird mit dem Rücken zum Publikum und ausschließlich auf Latein ausgeübt. Noch radikaler geht die Kita Höhlenkinder vor – hier lassen Eltern im Rahmen einer „natürlichen Auswahl“ Kleinkinder in nummerierten Weidenkörben auf der Ems treiben.
Die Pläne des Ministeriums deuten auf eine Wettbewerbsorientierung in der Kinderförderung hin. Schulen setzen auf ungewöhnliche Methoden, um Erfolge zu messen. Die Veränderungen könnten die Leistungsbewertung von Schülern in ganz Deutschland neu prägen.






