Berliner Palliativmediziner vor Prozessende: 15 Morde und ein rätselhaftes Motiv
Niklas MüllerBerliner Palliativmediziner vor Prozessende: 15 Morde und ein rätselhaftes Motiv
Der Mordprozess gegen einen 41-jährigen Palliativmediziner in Berlin nähert sich seinem Abschluss. Der Angeklagte, dem vorgeworfen wird, zwischen September 2021 und Juli 2024 fünfzehn Patienten getötet zu haben, befindet sich seit seiner Festnahme Anfang August 2024 in Untersuchungshaft.
Das Verfahren begann im Juli 2025, wobei die Staatsanwaltschaft dem Beschuldigten vorsätzlichen Mord aus niedrigen Beweggründen vorwirft. Zu den Anklagepunkten zählt auch Brandstiftung, um die Taten zu vertuschen. Parallel zum Prozess prüfen die Ermittlungsbehörden weitere 76 Fälle auf mögliche Verbindungen zum Angeklagten.
Am 26. Juni wird das Gericht ein psychiatrisches Gutachten hören, das die Persönlichkeit des Arztes und seine Schuldfähigkeit bewertet. Im Anschluss könnte die Beweisaufnahme abgeschlossen werden. Die Plädoyers könnten bereits am 29. Juni beginnen. Die Vorlage des Gutachtens stellt einen entscheidenden Schritt im Verfahren dar. Das Gericht wird in Kürze entscheiden, ob die Beweisaufnahme beendet wird. Die Staatsanwaltschaft ermittelt unterdessen weiter in den zusätzlichen Fällen.
