07 April 2026, 10:06

Baugewerbe schafft Lohnunterschiede zwischen Ost und West endgültig ab

Plakat mit einem britischen Granitarbeiter vor einer Bergkulisse, Text: "Was unser Freihandel bedeutet - Britischer Granit Arbeiter - Die faire Lohnklausel ist in Ordnung, aber ich will Arbeit."

Baugewerbe schafft Lohnunterschiede zwischen Ost und West endgültig ab

Historischer Tarifabschluss: Baugewerbe schafft Lohnunterschiede zwischen Ost und West ab

Die deutsche Bauwirtschaft hat sich auf ein historisches Lohnabkommen geeinigt, das die jahrzehntelange Entgeltlücke zwischen Beschäftigten in Ost- und Westdeutschland beseitigt. Die neue Regelung, Teil des Tarifvertrags 2024, garantiert erstmals seit Jahrzehnten bundesweit gleiche Löhne.

Mit Inkrafttreten der dritten Stufe des Tarifvertrags 2024 steigen die Löhne in Ostdeutschland um 5,3 Prozent, während die Beschäftigten im Westen eine Erhöhung von 3,9 Prozent erhalten. Damit werden die Gehälter in ganz Deutschland angeglichen – ein Ende der jahrelangen Ungleichbehandlung.

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In der Baubranche sind bundesweit rund 920.000 Menschen beschäftigt, davon über 600.000 im Westen. Der aktuelle Tarifvertrag gilt bis zum 31. März 2027.

Carsten Burckhardt, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft IG BAU, bezeichnete die Einigung als "historischen Meilenstein". Er betonte, dass nun das Prinzip "Ein Land, ein Lohn, ein Gehalt" gelte – ein fairer Standard für alle Beschäftigten.

Die Angleichung der Löhne beendet eine langjährige Spaltung zwischen Bauarbeitern in Ost und West. Mit der nun umgesetzten Lohnangleichung setzt der Tarifvertrag neue Maßstäbe für die Branche. Die Regelungen bleiben bis zum Auslaufen des aktuellen Tarifvertrags im Jahr 2027 bestehen.

Quelle