Bauernverband warnt vor drohender Nahrungsmittelkrise durch explodierende Kosten
Lina HuberBauernverband warnt vor drohender Nahrungsmittelkrise durch explodierende Kosten
Die deutsche Bundesregierung hat eine Taskforce eingerichtet, um die steigenden Kosten für Kraftstoffe und Lebensmittel zu bekämpfen. Vertreter der Landwirtschaft warnen, dass die explodierenden Ausgaben mittlerweile die Nahrungsmittelproduktion bedrohen. Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), fordert umgehende Steuersenkungen, um die Branche zu entlasten.
Rukwied verwies insbesondere auf den drastischen Anstieg der Dieselpreise und der Düngemittelkosten als zentrale Problembereiche. Er drängte die Regierung, die Kraftstoffsteuer auf Diesel vorübergehend auszusetzen. Ohne Gegenmaßnahmen drohe, so seine Warnung, eine erhebliche Beeinträchtigung der Aussaat im Frühjahr.
An der Taskforce sind sowohl landwirtschaftliche Verbände als auch Verbraucherorganisationen beteiligt. Neben dem Deutschen Bauernverband ist auch der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) eingebunden. Zu den diskutierten Vorschlägen gehört unter anderem die Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel – auf null Prozent –, um die Lebensmittelpreise zu senken.
Rukwied betonte, dass die Zeit vor der entscheidenden Aussaatperiode davonläuft. Steuersenkungen seien unverzichtbar, um die Betriebe über Wasser zu halten, so seine Forderung. Ohne Entlastungen, argumentierte er, könnte die Nahrungsmittelproduktion in den kommenden Monaten in Gefahr geraten.
Die Taskforce wird nun Maßnahmen prüfen, um die Kosten für Landwirte und Verbraucher zu senken. Eine vorübergehende Aussetzung der Dieselsteuer und die Mehrwertsteuersenkung auf Grundnahrungsmittel bleiben zentrale Optionen. Die Ergebnisse werden zeigen, ob die Höfe die steigenden Ausgaben vor der Frühjahrsaussaat bewältigen können.






