Baden-Württemberg rutscht im Wirtschaftsranking auf vorletzten Platz ab
Niklas MüllerBaden-Württemberg rutscht im Wirtschaftsranking auf vorletzten Platz ab
Baden-Württembergs Wirtschaft kämpft seit drei Jahren in Folge mit einem anhaltenden Abschwung – und liegt damit in einer längeren Krise. Das Land belegt nun den vorletzten Platz in Deutschlands Wirtschaftsranking, nur das Saarland schneidet noch schlechter ab. Zwar verzeichneten einige Branchen leichte Zuwächse, doch insgesamt bleibt die Performance im Vergleich zum Bundestrend schwach.
Im Jahr 2023 erreichte die Wirtschaftsleistung der Region 667,1 Milliarden Euro und machte damit fast 15 Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus. Doch hinter dieser Zahl verbergen sich tiefgreifende Probleme: Die Industrie, eine Schlüsslebranche, schrumpfte real um 2,6 Prozent, und auch die Bauwirtschaft verlor im Vergleich zum Vorjahr an Fahrt.
Einziger Lichtblick waren die Dienstleistungssektoren, die um 0,4 Prozent wuchsen. Doch dieser bescheidene Anstieg reichte nicht aus, um die Gesamtbilanz des Landes aufzuhellen. Selbst 2022, als Deutschland insgesamt Wachstum verzeichnete, blieb Baden-Württemberg hinter dem Bundesschnitt zurück.
Die Schwächephase des Landes steht im krassen Gegensatz zu Mecklenburg-Vorpommern, das mit einem Plus von 1,4 Prozent bundesweit an der Spitze lag. Ohne eine Trendwende warnen Experten vor steigender Arbeitslosigkeit, weiteren Betriebsschließungen und sinkenden Steuereinnahmen.
Der anhaltende Abschwung hat Baden-Württemberg an den unteren Rand der deutschen Wirtschaftsleistung gedrängt. Da sowohl Industrie als auch Bauwirtschaft schrumpfen, hängt die Erholung nun von einem stärkeren Dienstleistungswachstum oder einer Belebung der Schlüsselsektoren ab. Die nächsten Schritte des Landes werden entscheiden, ob es den dreijährigen Abwärtstrend umkehren kann.






