Atalanta vor historischer Mission: Kann der 1:6-Rückstand gegen Bayern überwunden werden?
Charlotte JägerFußball-Wunder in München? Was Bergamos Trainer zu sagen hat - Atalanta vor historischer Mission: Kann der 1:6-Rückstand gegen Bayern überwunden werden?
Atalanta steht vor einer fast unmöglichen Aufgabe im Achtelfinale der Champions League. Die italienische Mannschaft muss im Rückspiel eine 1:6-Niederlage aus dem Hinspiel gegen den FC Bayern München wettmachen. Noch nie in der Geschichte des Wettbewerbs hat ein Team in der K.-o.-Phase eine derart schwere Niederlage aufgeholt.
Cheftrainer Raffaele Palladino gibt offen zu, dass die Herausforderung gigantisch ist. Er bezeichnete sie als einen "Berg, den es zu erklimmen gilt", betonte aber, seine Spieler würden um eine "würdige Leistung" kämpfen.
Atalanta geht als einzige verbliebene italienische Mannschaft in dieser Champions-League-Saison ins Spiel. Die deutliche Niederlage im Hinspiel hat das Team frustriert zurückgelassen – doch Palladino glaubt, dass dieser Ärger sie antreiben könnte. Er erwartet von seinen Spielern, Stolz zu zeigen und zu beweisen, dass die sechs Gegentore kein gerechtes Abbild ihrer Fähigkeiten waren.
Die Chancen stehen denkbar schlecht. Seit Einführung der Champions League 1992/93 haben es nur vier Teams geschafft, ein Drei-Tore-Defizit in der K.-o.-Phase aufzuholen. Noch größere Aufholjagden – etwa mit vier Toren Rückstand – sind extrem selten, und kein Team hat jemals einen Fünf-Tore-Rückstand wettgemacht. Palladino spricht bewusst nicht vom Weiterkommen, sondern konzentriert sich darauf, ein "perfektes Spiel" abzuliefern, um wenigstens etwas Respekt zurückzugewinnen.
Der FC Bayern München wird das Rückspiel hingegen nicht auf die leichte Schulter nehmen. Palladino warnte, dass die Deutschen mit voller Professionalität auflaufen werden. Für Atalanta geht es nun darum, aus dem, was der Trainer als "Demütigung" bezeichnete, zu lernen und mit einer Leistung zu antworten, die ihre wahre Klasse widerspiegelt.
Das Rückspiel wird Atalantas Widerstandsfähigkeit gegen überwältigende Widrigkeiten auf die Probe stellen. Ein Comeback dieses Ausmaßes gab es in der Geschichte der Champions League noch nie. Unabhängig vom Ergebnis will das Team zeigen, dass es auf diesem Niveau mithalten kann – und den Wettbewerb mit intaktem Stolz verlassen.






